Kein großer Produktlaunch im Q1

Adobe mit leichtem Gewinnrückgang

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Adobe Systems hat gestern nach US-Börsenschluss seine Bilanz zum abgeschlossenen ersten Fiskalquartal vorgelegt.
Adobe-Chef Shantanu Narayen bei der Konferenz D9
Adobe-Chef Shantanu Narayen bei der Konferenz D9
Foto: Asa Mathat, All Things Digital

Für den am 2. März abgeschlossenen Berichtszeitraum meldet Adobe (PDF-Link) Einnahmen von 1,045 Milliarden Dollar, davon rund 809 Millionen Produktumsatz, 146 Millionen Subskriptionserlöse und 90,5 Millionen aus Services und Support. Ein Jahr zuvor hatte der Umsatz 1,027 Milliarden Dollar betragen.

Unterm Strich steht ein Reingewinn von 185,2 Millionen Dollar oder 37 Cent pro Aktie nach 234,6 Millionen Dollar oder 47 Cent EPS in der vergleichbaren Vorjahreszeit. Hier machte sich aktuell unter anderem eine deutliche höhere Rückstellung für Einkommenssteuern bemerkbar.

Generell hatte Adobe im Q1 keinen größeren Produkt-Launch am Start. Die neue Version 6 der Creative Suite zusammen mit dem Software-Abonnement "Creative Cloud" startet voraussichtlich im laufenden Quartal. "Wir wollen der Marktführer bei digitalen Medien und digitalem Marketing sein", erklärte dann auch CEO Shantanu Narayen. "Mit dem bevorstehenden Release der Creative Suite und Creative Cloud und mit unserem Momentum im Digital-Marketing hoffen wir, auch weiterhin ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum liefern zu können."

Für das zweite Quartal prognostiziert Adobe nun 1,09 Milliarden bis 1,14 Milliarden Dollar Umsatz sowie 37 bis 43 Cent Gewinn pro Aktien. Bei der Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr wurde die Übernahme von Efficient Frontier mitberücksichtigt, aufgrund derer Adobe nun sechs bis acht Prozent Umsatzplus (vorher: vier bis sechs Prozent) sowie 1,63 bis 1,73 Dollar EPS avisiert.