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Adobe ergänzt Barcode-Features

08.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Dokumenten- und Grafikspezialist Adobe Systems will sein plattformunabhängiges Portable Document Format (PDF) dahingehend erweitern, dass sich Barcode in elektronische PDF-Formulare einbetten lässt. Um entsprechende Felder schon während der Phase des Formulardesigns berücksichtigen zu können, werden die Autorenwerkzeuge von "Adobe Designer" oder "Acrobat Professional" mit speziellen Features beziehungsweise Plug-ins ergänzt.

Empfänger eines solchen PDF-Formulars können dieses über den frei verfügbaren "Adobe Reader", der ebenfalls ein Plug-in erhalten wird, an ihrem PC bearbeiten. Dabei wird das Barcode-Feld automatisch ausgefüllt, sobald die Daten eingegeben sind. Das Dokument lässt sich elektronisch oder in Papierform verschicken, wobei im zweiten Fall die Möglichkeit besteht, den Barcode über einen Scanner zu erfassen und an einen Server weiterzuleiten, auf dem eine von Adobe entwickelte Decodierungs-Software läuft. Die so entschlüsselten Daten stehen dann zur Verarbeitung in Unternehmensdatenbanken oder anderen Backend-Systemen zur Verfügung.

Die Barcode-Erweiterungen für PDF-Dokumente sollen in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Zielgruppe sind laut Dan Baum, Entwickler der Software, vor allem Firmen, die eine Mischform aus papiergebundenen und elektronischen Dokumenten praktizieren. Gerade in diesen Umgebungen würden die Barcode-Features einige Abläufe der Vorgangsbearbeitung erheblich vereinfachen. (ue)