Gadget des Tages

Action-Cam Garmin Virb Elite im Test

Alexander Dreyßig betreut als Portal Manager das Online-Angebot des TecChannel. Neben seinen umfangreichen Tätigkeiten im Bereich Content Management ist er als Autor im Bereich Hardware- und IT-Gadgets aktiv.
Garmin, bisher eher als Hersteller hochwertiger Navigationsgeräte bekannt, bietet mit der Virb seit kurzem einen Action-Camcorder für alle Sportbegeisterten. Wir haben ihn getestet.

Out of the Box:

Neben dem Camcorder selbst werden der Akku, ein USB-Ladekabel, die Bedienungsanleitung sowie diverse Basisplatten und ein Halterungsarm mitgeliefert. Um die Virb Elite an Fahrradlenkern, Helmen oder Sportgeräten zu montieren, müssen entsprechende Halterungen als Zubehör erworben werden. Auch die benötigte microSD-Karte muss separat gekauft werden.

Erster Eindruck:

Die Verarbeitung wirkt, wie bei anderen Garmin-Produkten auch, wertig. Was sofort ins Auge sticht, ist die Form der Virb Elite. Während sich die meisten Hersteller beim Formfaktor ihrer Action-Cams an den Modellen des Marktführers GoPro orientieren, geht Garmin mit dem eher länglichen Design der Virb Elite eigene Wege.

Als schönes und zudem nützliches Feature sticht der Display ins Auge, der nicht nur Informationen zum Gerätestatus bietet, sondern auch während der Aufnahme und nach Einschalten des Geräts den Bildausschitt anzeigt - ein nützliches Feature, das eine genaue Ausrichtung der Action-Cam erlaubt und bei den meisten Konkurrenzprodukten leider fehlt.

Inbetriebnahme:

Bevor gefilmt werden kann, muss erst eine passende microSD-Karte (bis 64GB) eingelegt, der Akku eingesetzt und die Virb Elite aufgeladen werden. Hier sticht leider ein Manko der Virb Elite ins Auge: Der mitgelieferte Akku lässt sich nur mit etwas Nachdruck ins Gehäuse einlegen. Wer nicht über äußerst robuste Fingernägel verfügt, sollte beim Wechsel des Akkus auf ein möglichst nicht scharfkantiges Hilfsmittel wie eine Cent Münze zurückgreifen.

In der Praxis:

Um Aufnahmen zu starten muss, nachdem die Action-Cam eingeschaltet wurde, lediglich der auf der linken Seite befindliche und auch mit Handschuhen leicht zu bedienende Aufnahme-Schalter nach vorne geschoben werden. Um Aufnahmen zu stoppen, wird der selbe Schalter einfach nach hinten geschoben. Klingt einfach, ist es in der Praxis auch. Wer möchte, kann es sich noch einfacher machen und wahlweise in den Ski- oder Bewegungsmodus wechseln. Im Ski-Modus filmt die Kamera automatisch sobald es abwärts geht, im Bewegungs-Modus sobald die Sensoren Bewegung registrieren.

Videoqualität und Ton:

Obwohl die Testbedingungen an einem grauen Novembertag alles andere als optimal waren, lieferte die Virb Elite ein angesichts der Umstände sehr gutes Ergebnis ab. Die automatische Bildstabilisierung korrigierte bei unserer kurzen Testrunde auf dem Mountainbike die nicht unerheblichen Erschütterungen ordentlich. Auch die Farbqualität ließ nicht zu wünschen übrig. Bildstörungen oder Rauschen waren nicht zu registrieren. Auch beim Ton konnten wir nichts negatives feststellen.

Testvideo:

Fazit:

Wer für eine gute Action-Cam auch gerne mal etwas mehr investiert, kann bedenkenlos zu Virb Elite greifen. Sowohl Usability, als auch das Videoergebnis konnten überzeugen.

Feature-Übersicht:

  • Aufnahmen in Full-HD-Qualität (30 Bilder pro Sekunde im 1080p-Modus, 120 Bilder pro Sekunde im Super Slow Motion Modus). Aufnahme von Fotos möglich

  • 1,4 Zoll Farbdisplay

  • 16 Megapixel CMOS-Sensor

  • 2000 mAh-Akku

  • Anschluss für externe Mikrofone

  • Via ANT+ mit anderen Garmin-Geräten und Fernbedienungen koppelbar

  • USB und micro HDMI-Anschluss

  • Wasserdicht (laut Hersteller bis zu 30 Minuten, bis zu ein Meter Wassertiefe)

  • Über WLAN-Schnittstelle mit Smartphones koppel- und dank VIRB Mobile App auch steuerbar

  • Integrierter GPS-Empfänger zur Aufnahme von GPS-Tracks

  • Kompass sowie barometrischer Höhenmesser

Preis:

Die Virb Elite ist für UVP 399 Euro im Handel erhältlich.