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Acer-Profit steigt um 55 Prozent

02.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der taiwanische Computerbauer Acer hat im ersten Quartal 2005 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg verbucht. Wie der weltweit viertgrößte PC-Hersteller bekannt gab, stiegen die Einnahmen dank der starken Notebook-Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf 65,71 Milliarden New Taiwan Dollar (NTD; rund 2,07 Milliarden US-Dollar). Der Nettoprofit kletterte gleichzeitig um 55 Prozent von 1,39 Milliarden auf 2,15 Milliarden NTD (rund 68 Millionen Dollar), der operative Gewinn wurde mit 1,94 Milliarden NTD (zirka 62 Millionen Dollar) sogar mehr als verdoppelt.

Die Profitabilität bleibe ein Hauptproblem der gesamten Branche, erklärte der seit Jahresbeginn amtierende Acer-President Gianfranco Lanci mit Blick auf die mäßige operative Marge von drei Prozent im Berichtsquartal. Gleichzeitig prophezeite er, dass die Übernahme von IBMs PC-Sparte durch die chinesische Lenovo Group nur den Anfang einer Marktbereinigung darstelle, die zwei bis drei Jahre anhalten werde. Acer selbst stehe jedoch weder zum Verkauf noch sei man an Zukäufen interessiert, so der Italiener. Es gebe zurzeit keine Objekte am Markt, die Acers Strategie ergänzen könnten, fügte Chairman Wang Jen Tang hinzu. Wang wies damit Spekulationen zurück, wonach Acer an der Handy-Sparte von Siemens oder dem PC-Geschäft von Hewlett Packard interessiert sei. (mb)