Ein Android-Handy vom Notebook-Profi

Acer Liquid im Test

Yvonne Göpfert ist als freie Journalistin in München tätig.
Die Auswahl an Android-Handys wächst stetig. Auch Außenseiter wie Notebookhersteller Acer wagen sich an das Handy-Betriebssystem. Der Test unserer Kollegen von PC-WELT zeigt, ob sich das Acer Liquid sehen lassen kann.
Designerstück à la Apple: Das Acer Liquid
Designerstück à la Apple: Das Acer Liquid
Foto: xyz xyz

Das Acer Liquid ist auf der Rückseite und an den Kanten aus weißem Plastik gefertigt und erinnert ein wenig an den ersten iPod. Das Display ist eine einzige schwarze Fläche. Erst wenn es angeschaltet wird, lassen sich seine Dimensionen erkennen. Die liegen mit 3,2 Zoll Bildschirmdiagonale nicht über der Norm. Dank hoher Auflösung und guten Kontrastwerten stellt es Inhalte scharf dar. Die Beleuchtung sollte man von rund 40 Prozent im Auslieferungszustand aber ruhig ein wenig höher drehen. Das vereinfacht die Lesbarkeit der dargestellten Inhalte.

Wie bei allen Touchscreen-Handys werden auch beim Acer Liquid Fingerabdrücke schnell sichtbar. Man sollte also immer ein Tuch zum Abwischen dabei haben - dank Teflon-Beschichtung ist das Display nach einem kurzen Wisch optisch wieder perfekt. Ein nettes und durchdachtes Gimmick sind die drei LEDs auf der Oberseite. Diese zeigen verpasste Anrufe, eingegangene E-Mails oder SMS-Nachrichten sowie einen kritischen Akkuladestand.

Display
Der Touchscreen lässt sich gut per Finger bedienen, Eingaben mit dem Stift akzeptiert es nicht. Dafür sorgt das kapazitive Display. Der ein oder andere wird jedoch einen Trackball oder ein Steuerkreuz vermissen. Weiterer kleiner Wermutstropfen: Das Acer Liquid kennt kein Multi-Touch. In der Praxis bedeutet das, dass der Nutzer weder Webseiten noch Fotos mit zwei Fingern größer ziehen kann. Zum Zoomen dienen Plus- und Minustaste, die bei Berührung des Displays unten am Bildschirmrand erscheinen - eine etwas altbackene Lösung. Immerhin: Das Blättern zwischen mehreren Bildschirmseiten oder das Scrollen durch lange Listen lässt sich sehr gut per Finger steuern und geschieht ohne Ruckeln.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (sni)