Tablet-PC

Acer Iconia W510 im Test

22.02.2013 | von 
Thomas Rau
Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
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Das Acer Iconia W510 mit Windows 8 ist eine Mischung aus Tablet und Netbook - und außerdem überraschend günstig. Warum uns das 10,1-Zoll-Gerät dennoch nicht ganz überzeugte, lesen Sie im Test.

Tablets mit Windows 8 und Atom-Prozessor sollen die Nachfolge der Netbooks antreten: Sie versprechen genügend Leistung zum Surfen und Texte schreiben und arbeiten mit normaler Windows-Software zusammen - anders als Tablets mit Windows RT. Außerdem sind sie deutlich günstiger und leichter als leistungsfähigere Tablets oder Touch-Notebooks mit schnelleren Core-Prozessoren.

Tablet auf Tastatur: Der Bildschirm lässt sich sehr bequem in die Docking-Tastatur stecken
Tablet auf Tastatur: Der Bildschirm lässt sich sehr bequem in die Docking-Tastatur stecken

Für 599 Euro ist das Acer Iconia W510 eines der günstigsten Windows-8-Tablets mit Tastatur. Die Tastatur erleichtert nicht nur die Eingabe: Sie bringt außerdem einen USB-Anschluss in Standardgröße mit und hat einen zusätzlichen Akku eingebaut. Das W510 mit 10,1-Zoll-Touch-Bildschirm ist rund 100 Euro günstiger als der Samsung Ativ Smart PC, der ein größeres 11,6-Zoll-Display hat, dem aber eine Tastatur fehlt.

Design und Verarbeitung

Das W510 sitzt in einem silberfarbenen Kunststoffgehäuse, das auf der Vorderseite von einem weißen Rahmen eingefasst wird. Die Rückseite ist anfällig für Kratzer, außerdem knarzt das Gehäuse hörbar, wenn Sie es fester anfassen. Im Betrieb erwärmt sich das Tablet schon nach kurzer Zeit fühlbar.

Das Tablet und die Tastatur

In der Docking-Tastatur steckt eine USB-Buchse in Standardgröße und ein zusätzlicher Akku
In der Docking-Tastatur steckt eine USB-Buchse in Standardgröße und ein zusätzlicher Akku

In der Docking-Tastatur steht das Tablet recht instabil: Wenn Sie das Display berühren, wackelt die ganze Konstruktion. Öffnen Sie den Bildschirm sehr weit, kippelt das Gerät - unbequem, wenn Sie es unterwegs zum Schreiben auf den Oberschenkel platzieren wollen oder wenn Sie aufgrund Ihrer Körpergröße das Display für einen idealen Einblickwinkel weit öffnen müssen. An die Tastatur koppeln Sie das Tablet über einen stabilen Schiebemechanismus an: Das funktioniert im Test sehr zuverlässig, Sie sollten dafür aber beide Hände benutzen. Nerviges Detail: Die Akkustandanzeige wird nicht aktualisiert, wenn das Tablet im Dock sitzt: Sie müssen es erst abkoppeln und wieder einstecken, um den aktuellen Ladestand für den Tablet- und den Tastatur-Akku zu sehen.

Seitliche Anschlüsse am Acer-Tablet: Micro-SD-Kartenleser, Micro-USB, Micro-HDMI
Seitliche Anschlüsse am Acer-Tablet: Micro-SD-Kartenleser, Micro-USB, Micro-HDMI

Die Tastatur besitzt 84 Tasten, die in einem 18-mm-Raster liegen - das ist Netbook-Größe. Spezial-Tasten für die Kachel-Oberfläche fehlen, aber entsprechende Tastenkombinationen funktionieren natürlich. Schreiben lässt sich sehr bequem: Die Tasten haben einen etwas flachen Hub, bieten aber einen deutlichen Druckpunkt. Auf dem Touchpad mit integrierten Tasten lassen sich Links- und Rechtsklicks nicht nur in der entsprechend markierten unteren Leiste ausführen, sondern auf der ganzen linken oder rechten Hälfte des Touchpad-Feldes. Nur wenn Sie gleichzeitig einen Mausklick ausführen und mit einem anderen Finger den Mauszeiger bewegen wollen, müssen Sie im unteren Bereich drücken, sonst wird die Geste nicht erkannt. Im Test nervte aber ungemein, dass der Touchpad häufig den Mauszeiger unkontrolliert hüpfen ließ. Außerdem unterstützt es keine Multitouch-Gesten. Im Tastatur-Modus ist deshalb eine externe Maus keine schlechte Idee.