Notebook mit Vierkern-CPU

Acer Aspire 5553G-N934G64MN im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Im Acer Aspire 5553G arbeitet ein Vierkern-Prozessor von AMD. Kann das Notebook damit die Konkurrenz mit Intel-CPU überflügeln? Der Test klärt diese Frage.

Acer Aspire 5553G-N934G64MN: Testbericht

Der Prozessor im Acer 5553G-N934G64MN heißt Phenom II N930. Er arbeitet mit einer Taktfrequenz von 2 GHz und bietet vier Rechenkerne. Intel kann in dieser Preisklasse nur Zweikerner aus der Core-i3- oder Core-i5-Familie anbieten: Allerdings beherrschen die Intel-Prozessoren Hyper-Threading: Sie stellen dem Betriebssystem also praktisch vier Rechenkerne zur Verfügung. Diese Technik kennt der AMD-Vierkerner nicht, ebenso wenig wie Turbo Boost, mit dem die Core-i5-CPUs sich automatisch übertakten können.

Geschwindigkeit
Bei Standard-Programmen brachten die vier Rechenkerne dem Acer-Notebooks keinen Tempovorteil. Office- und Multimedia-Software profitiert mehr von einer höheren Taktrate und größeren Zwischenspeichern wie sie die Intel-Prozessoren mitbringen: In diesen Tests war das Acer Aspire 5553G rund 15 Prozent langsamer als ein Notebook mit Core i3-330M. Nur in Anwendungen, die für mehrere Rechenkerne optimiert sind, konnte das Acer-Notebook die Konkurrenz mit Core i3 oder Core i5-430M knapp überflügeln.
Deutlich besser stand das Aspire 5553G bei den Spiele-Tests dar: Auch viele Spiele mit DirectX-10-Effekten lassen sich in der maximalen Auflösung noch ruckelfrei spielen, für DX11-Spiele reichte es aber nicht in annehmbarer Auflösung oder Bildqualität.

Ausstattung
Das Acer 5553G besitzt drei Steckplätze für Arbeitsspeicher, einer davon ist frei. Insgesamt kann man das Acer-Notebook auf 12 GB RAM aufrüsten. Außerdem hat das Aspire 5553 eine große Festplatte mit 640 GB an Bord. Für Peripherie-Geräte bietet es unter anderem vier USB-Anschlüsse, eine e-SATA-Buchse oder ein Expresscard-Einschub fehlen aber.

Bildschirm
Die Helligkeit des spiegelnden 15,6-Zoll-Bildschirms überzeugte im Test nicht: Für draußen ist das Notebook deshalb nicht ideal, für Innenräume war die Bildschirmqualität aber ausreichend. Der Kontrast war gut.

Akkulaufzeit
Knapp über drei Stunden hielt das Acer Aspire 5553G mit einer Akkuladung durch -eigentlich ganz normal für ein 15,6-Zoll-Notebook. Allerdings arbeitete es auch im Akkubetrieb langsamer als ein Notebook mit Core i3 oder Core i5: Mit diesen Geräten kann man in der gleichen Laufzeit also mehr erledigen. Immerhin ist das Acer Aspire 5553G mit 2,48 Kilogramm recht leicht für ein Notebook dieser Größe.

Fazit
Eine große Festplatte und eine schnelle Grafikkarte sind die Stärken des Acer Aspire 5553G. Allerdings ist es trotz des Vierkern-Prozessors langsamer als Notebooks zum gleichen Preis mit Core i3 oder Core i5.

Alle Testergebnisse zum Acer Aspire 5553G-N934G64MN finden Sie in PC WELT, Heft 10/2010.