Restrukturierung

Accentures Umsatz und Gewinn schmelzen dahin

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der IT-Dienstleister Accenture hat sein Fiskaljahr 2009 mit einem durchwachsenen vierten Quartal abgeschlossen. Auch der Ausblick gab wenig Anlass zu Optimismus.

Das vierte Quartal von Accenture endete am 31. August mit einem starken Rückgang bei Umsatz und Ertrag. Der Nettogewinn schrumpfte um 41 Prozent von 435 Millionen auf 255 Millionen Dollar oder 39 Cent je Aktie. Ohne Restrukturierungskosten für die Entlassung von über 330 hochrangigen Managern im August in Höhe von 253 Millionen Dollar verzeichnete Accenture einen Profit von 63 Cent je Anteilschein und traf damit die Prognosen der Wallstreet.

Der Umsatz fiel verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent von rund sechs Milliarden auf 5,15 Milliarden Dollar. Hier hatten Analysten 5,44 Milliarden Dollar erwartet. Der Rückgang zog sich durch alle Segmente: Während Consulting um 19 Prozent auf 2,91 Milliarden Dollar schrumpfte, verzeichnete Outsourcing ein Minus von sieben Prozent auf 2,23 Milliarden Dollar. Auch im Gesamtjahr gingen Einnahmen und Gewinne zurück, wenn auch nur im einstelligen Bereich.

Bei der Umsatzprognose für das laufende erste Fiskalquartal blieb Accenture mit der Spanne von 5,3 Milliarden bis 5,5 Milliarden Dollar hinter den Zielen der Wallstreet (5,54 Milliarden Dollar) zurück. Eine Gewinnprognose wurde nur für das Fiskaljahr 2010 abgegeben. Sie belief sich auf bis zu 2,72 Dollar pro Anteilsschein, knapp unterhalb der Erwartungen der Analysten. Die Aktie gab im nachbörslichen Handel leicht nach, allerdings notiert sie auch nur geringfügig unter dem 52-Wochen-Hoch.