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Accenture will Mitarbeiterzahl in Indien auf 10.000 aufstocken

04.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Service- und Beratungskonzern Accenture Ltd. beabsichtigt, seine Belegschaft in Indien in den nächsten zwölf Monaten auf bis zu 10.000 Angestellte zu erhöhen. Derzeit beschäftigt das auf den Bermudas ansässige Unternehmen in dem asiatischen Land rund 4300 Menschen, die vor allem Servicetätigkeiten wie IT-Beratung, Systemintegration und BPO (Business Process Outsourcing) nachgehen. Außerdem betreibt Accenture in Indien eine Reihe von Call-Center.

Nach Angaben von Martin Cole, Global Managing Partner für den Bereich Outsourcing, werden die indischen Niederlassungen ab sofort als einzige Accenture-Standorte sprachbasierte BPO-Services anbieten. Das Unternehmen unterhält derzeit zwei Niederlassungen im südindischen Bangalore, ein drittes ist in Planung. In Bombay befinden sich drei weitere Standorte.

Die Company hatte bereits 1987 damit begonnen, in Indien IT-Beratungsleistungen zu offerieren. 2001 beschäftigte Accenture in Bombay 1000 Mitarbeiter. Damals bestand die Angebotspalette noch aus IT-Consulting und -Services. Im April diesen Jahres kamen BPO-Dienstleistungen hinzu, zwei Monate später folgte die Eröffnung von Call-Centern.

Wegen der schwachen Nachfrage nach Consulting- und Systemintegration setzt Accenture seit einiger Zeit verstärkt auf Outsourcing-Aktivitäten. Im Ende August abgelaufenen vierten Quartal 2002/2003 konnte die Company hier ihre Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent (33 Prozent ohne Währungseffekte) auf 1,04 Milliarden Dollar steigern. Im Kerngeschäft Beratung und Systemintegration stagnierte der Umsatz dagegen mit 1,87 Milliarden Dollar, bei stabilem Dollarkurs hätte Accenture sogar einen Rückgang um acht Prozent verbucht (Computerwoche online berichtete). (mb)