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Accenture und CSC sahnen in England ab

29.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die britische Regierung hat im Rahmen ihres Sonderprogramms für die technische Runderneuerung des National Health Service (NHS) zwei weitere lukrative Verträge im Wert von zusammen umgerechnet 2,7 Milliarden Euro an die Dienstleister Accenture und Computer Sciences Corp. (CSC) vergeben. Accenture erhielt nach dem Regionalvertrag für Nordostengland auch den für Ostengland mit einem Volumen von 934 Millionen Pfund und stach dabei Cerna, CGEY, EDS und LogicaCMG aus. CSC verdrahtet für das NHS den Nordwesten und die West Midlands. Bei dieser 973 Millionen Pfund werten Ausschreibung schauten Fujitsu, BT und IBM in die Röhre.

Für die Modernisierung des NHS sollen in den kommenden Jahren rund zehn Milliarden britische Pfund investiert werden, sie wird dadurch eines der größten IT-Projekte überhaupt. Nach Abschluss der Arbeiten sollen rund 30.000 Arztpraxen, 270 Krankenhäuser und weitere Organisationen breitbandig miteinander vernetzt sein. Dazu kommt eine zentrale Datenbank mit Patientendaten aller 50 Millionen Engländer, die man von überall im Land aus abrufen kann. Schottland und Wales, die separate Systeme betreiben, sind nicht mit von der Partie.

Zu den heimlichen Gewinnern des NHS-Riesenprojekts gehören außerdem iSoft Plc. und Sun Microsystems. Accenture und CSC haben iSoft in ihren Regionalverträgen als Application Service Provider (ASP) vorgesehen. Sun wiederum wird große Aufträge von BT erhalten, das für 1,1 Milliarden Dollar die zentrale Patientendatenbank erstellt. Sun liefert dafür nach Angaben Charles Andrews, Director Public Sales UK, Software, Application Server sowie das grundlegende Directory und außerdem diverse Hardware, unter anderem acht seiner Highend-Server "Sun Fire 15K" und Storage-Subsysteme aus seiner "Storedge-9900"-Serie. (tc)