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Abwärtstrend bei Freiberufler-Honoraren gestoppt

22.02.2005
Die Durchschnittshonorare freiberuflicher IT-Spezialisten sind erstmals seit drei Jahren wieder stabil geblieben, meldet das IT-Projektportal Gulp.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Durchschnittshonorare freiberuflicher IT-Spezialisten sind erstmals seit drei Jahren wieder stabil geblieben, meldet das IT-Projektportal Gulp. Wie eine Auswertung von 54.000 bei www.gulp.de eingetragenen Freiberufler-Profilen sowie 200.000 abgewickelten Projektanfragen ergab, betrug die durchschnittliche Stundensatzforderung Anfang Februar 64 Euro - genau so viel wie vor einem halben Jahr im August 2004.

"Die meisten Projektanbieter", so Geschäftsführer Karl Trageiser, "sind hinsichtlich der Freiberufler-Stundensätze dort angekommen, wo sie hin wollten. Und das liegt sicher auch an der Einsicht, dass der Preis für Qualität nicht dauerhaft unter ein bestimmtes Niveau gedrückt werden kann". Als Konsequenz hätten sich Freiberufler und Auftraggeber bei ihren Preisvorstellungen mittlerweile weitgehend angenähert.

Es gebe mittlerweile Anzeichen dafür, dass bald auch eine moderate Steigerung möglich ist, so Trageiser. So hätten IT-Projektleiter bereits ihren Stundensatz im Schnitt um zwei auf 71 Euro angehoben. Bereits einen Euro mehr pro Stunde forderten auch IT-Berater (69 Euro) und Administratoren (53 Euro). Signifikante Auswirkungen auf den Gesamtdurchschnitt werde es aber erst geben, wenn die Softwareentwickler (60 Euro) als bei weitem größte Gruppe innerhalb der IT-Freiberufler nachziehen. (mb)