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Abschreibungen verhageln Cenit-Ergebnis

22.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Stuttgarter Cenit AG gab heute detaillierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2001 bekannt. Demnach weist der IT-Dienstleister aufgrund hoher Abschreibungen einen Jahresfehlbetrag von 13,7 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor lag der Verlust noch bei 590 000 Euro. Wie das Unternehmen mitteilte, entstanden durch die Trennung von den Verlustbringern in Großbritannien und USA sowie durch die Schließung der E-Commerce-Sparte einmalige Kosten in Höhe von 8,7 Millionen Euro. Die Abschreibungen beliefen sich auf fünf Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte Cenit das Defizit von 5,2 Millionen auf 2,9 Millionen Euro senken. Der Umsatz stagnierte mit 118,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (118,5 Millionen Euro) nahezu.

Nachdem laut Bilanzbericht "der Wildwuchs beschnitten wurde", erwartet Cenit im laufenden Jahr zwar einen leichten Umsatzrückgang, aber auch eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses. Auf Ebit-Basis will der IT-Dienstleister nach einem Verlust von 7,8 Millionen Euro nun wieder einen Gewinn erzielen.

Der Geschäftsbereich Cenit AG Systemhaus Deutschland schrieb nach einem Reingewinn von 1,3 Millionen Euro im Vorjahr mit einem Minus von 18,7 Millionen Euro tiefrote Zahlen. Hauptverantwortlich für das schlechte Ergebnis sind Restrukturierungskosten in Höhe von 12,7 Millionen Euro sowie eine Wertberichtigung auf die französische Tochter von zwei Millionen Euro. Außerdem verzeichnete die Sparte einen Rückgang der Einnahmen von 92,3 Millionen auf 87,3 Millionen Euro. (mb)