Fusion mit Abas Projektierung

Abas Software AG baut Dienstleistungsgeschäft aus

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Mit der Fusion mit seinem Partner Abas Projektierung will der deutsche ERP-Hersteller ein zweites Standbein im Projektgeschäft aufbauen.
Abas Software ist vor allem im ERP-Geschäft tätig.
Abas Software ist vor allem im ERP-Geschäft tätig.
Foto: Abas Software

Abas Software hat angekündigt, mit ihrem langjährigen Partner Abas Projektierung fusionieren zu wollen. Der 1980 gegründete ERP-Hersteller will mit diesem Schritt sein Standbein im Projektgeschäft ausbauen und stärken. Aktuell stammten 80 Prozent der Erlöse aus dem klassischen Lizenz- und Wartungsgeschäft, der Dienstleistungsposten mache 20 Prozent aus, sagt der Vorstandsvorsitzende Werner Strub. Kurzfristig sollen beide Bereiche gleich viel zum Umsatz beitragen, mittelfristig soll sich das Verhältnis auf 25 zu 75 Prozent umkehren.

Die Abas Projektierung wird im Zuge des Deals mit Abas Software verschmolzen. Dadurch werden die Töchter der Abas Projektierung Holding zu 100-prozentigen Töchtern von Abas Software. Nach den derzeitigen Plänen will das neue Unternehmen voraussichtlich zum 1. Januar 2014 starten. Zu den finanziellen Einzelheiten liegen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Informationen vor. Strub zufolge werden aktuell letzten Vertragsdetails geklärt.

Werner Strub, Vorstandsvorsitzender von Abas Software (links) und Ursula Bracke, Geschäftsführerin der Abas Projektierung (rechts).
Werner Strub, Vorstandsvorsitzender von Abas Software (links) und Ursula Bracke, Geschäftsführerin der Abas Projektierung (rechts).
Foto: Abas Software

Abas Projektierung bringt rund 450 Kunden in die Firmenehe mit. Dabei handle es sich um Kleinunternehmen mit 20 Mitarbeitern bis zum gehobenen Mittelstand mit bis zu 2000 Mitarbeitern, erläutert Geschäftsführerin Ursula Bracke. Das 1994 gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell 165 Softwareexperten und unterhält elf Standorte, darunter auch internationale Lokationen wie in Indien und China. Brackes Angaben zufolge stamme rund ein Viertel der Abas-Softwareeinnahmen aus ihrem Haus. Die Managerin verspricht sich von der Fusion in erster Linie Synergie-Effekte, wenn Abas von der Softwareentwicklung bis zum ERP-Projekt alles aus einer Hand anbieten könne.

Für den ERP-Anbieter wird es nun darauf ankommen, im Zuge der Neuausrichtung keine Unruhe in seinem Partnernetz aufkommen zu lassen. Weltweit arbeitet Abas mit 50 Partnern in 29 Ländern zusammen. Es werde zu den wichtigsten Aufgaben des Managements gehören, in den kommenden Monaten mögliche Interessenskonflikte von vornherein auszuräumen, versichert Strub. Er betont, am Partner-Ökosystem festhalten zu wollen. Schließlich kämen drei Viertel der Einnahmen von den unabhängigen Partnern. Strub zufolge ist die notwendige Vertrauensbasis für ein funktionierendes Partnernetz vorhanden. "Wir werden alles tun, damit dieses Vertrauen erhalten bleibt", verspricht der Abas-Manager.