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BITKOM / Forsa

92 Prozent der Jüngeren in sozialen Netzwerken aktiv

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland sind einer Forsa-Studie für den Branchenverband BITKOM zufolge in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet. Zwei Drittel nutzen diese auch aktiv.
BITKOM-Präsident Dieter Kempf: Soziale Netzwerke haben "eine starke Sogwirkung auf die User".
BITKOM-Präsident Dieter Kempf: Soziale Netzwerke haben "eine starke Sogwirkung auf die User".

78 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer sind einer Mitteilung zu der Studie zufolge Mitglied von Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind sogar bereits 92 Prozent Mitglied in einem oder mehreren Netzwerken. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 72 Prozent und in der Generation 50-Plus immerhin 55 Prozent.

Die Nutzerstudie "Soziale Netzwerke II" veröffentlichte der BITKOM heute in Berlin. Basis ist eine repräsentative Umfrage unter 1000 Internetnutzern ab 14 Jahre, die das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag erhoben hat. "Soziale Online-Netzwerke haben sich zu zentralen Anlaufpunkten im Web entwickelt", sagte BITKOM-Präsident Dieter Kempf. "Sie verbinden verschiedene Funktionen wie Email, Chat oder den Austausch von Inhalten auf einer Plattform und haben damit eine starke Sogwirkung auf die User." Datenschutz und Datensicherheit spielten dabei eine wichtige Rolle.

Einige Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Genutzte Funktionen: An erster Stelle steht generell die Kommunikation mit anderen Mitgliedern. 79 Prozent der Nutzer versenden in Online-Netzwerken Nachrichten beziehungsweise Emails, 60 Prozent chatten mit ihren Freunden und 34 Prozent veröffentlichen Statusmeldungen. Ebenfalls wichtig ist der Austausch von multimedialen Inhalten. Laut Umfrage laden 44 Prozent der User Fotos hoch und teilen diese im Netzwerk. 16 Prozent laden Videos hoch oder teilen entsprechende Links. Die Gruppe der unter 30-jährigen ist hier am aktivsten: 57 Prozent teilen Fotos, 28 Prozent Videos. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Nutzer spielt im Sozialen Netzwerk so genannte Social Games. In der jüngsten Altersgruppe der 14 bis 29-jährigen sind es 33 Prozent. Beliebt ist auch die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen: fast die Hälfte (46 Prozent) der Nutzer hat auf diesem Weg schon Einladungen erhalten, zwölf Prozent haben selbst zu einer Feier oder Veranstaltung eingeladen.

  • Nutzungsmotive: Für die große Mehrheit von 71 Prozent steht wenig überraschend "sich über Freunde informieren" an erster Stelle. 37 Prozent der Befragten wollen neue Freunde und Bekannte kennenlernen. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) nutzt die sozialen Netzwerke außerdem als Informationskanal, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Immerhin 14 Prozent geben an, dass sie sich in den Communitys über Marken und Produkte informieren.

  • Nutzungsintensität: Im Schnitt nutzen 59 Prozent der Community-Mitglieder die Netzwerke täglich. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen 78 Prozent die Online-Netzwerke jeden Tag, in der Altersgruppe ab 50 Jahre 46 Prozent.

  • Datenschutz: Bei der Umfrage gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig oder sehr wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als entscheidendes Kriterium. Erst dahinter folgt mit 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit des Netzwerks. Was den Datenschutz angeht, sind die Nutzer aufmerksam. So haben 77 Prozent der Community-Mitglieder die Einstellungen zur Privatsphäre ihres Netzwerks aktiv verändert und damit das Datenschutz-Niveau ihren individuellen Bedürfnissen angepasst.