Series-B-Funding

6Wunderkinder bekommt 19 Millionen Dollar von Sequoia Capital

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Das Berliner Startup 6Wunderkinder ("Wunderlist") hat eine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen.

In deren Rahmen bekommt 6Wunderkinder einer Mitteilung zufolge 19 Millionen Dollar von einer Investorengruppe unter Führung von Sequoia Capital. Die Altinvestoren Atomico (Niklas Zennström) und Early Bird Ventures waren ebenfalls wieder mit von der Partie. Sequoia-Chef Sir Michael Moritz erhält im Zuge des Investments einen Sitz im Verwaltungsrat von 6Wunderkinder. Das Blog "TechCrunch" hatte bereits Anfang des Monats das Series-B-Funding kolportiert, dabei allerdings die Höhe der ersten Sequoia-Beteiligung in Deutschland übertrieben.

Wunderlist ist seit April 2013 ein Freemium-Produkt - Team-Funktionen kosten Geld.
Wunderlist ist seit April 2013 ein Freemium-Produkt - Team-Funktionen kosten Geld.
Foto: 6Wunderkinder

Mit dem Geld will die Berliner Firma ihre internationale Expansion und die ihrer Aufgabenverwaltung Wunderlist vorantreiben, vorerst mit starkem Schwerpunkt USA. Seit April dieses Jahres wird Wunderlist im Freemium-Modell angeboten. 6Wunderkinder ist damit wieder ein "One trick pony", nachdem die Company mit ihrer Team-Collaboration-Software "Wunderkit" grandios an Skalierungsproblemen gescheitert war. Wunderkit nutzen nach Angaben von 6Wunderkinder derzeit mehr als sechs Millionen Menschen, davon sind 50.000 zahlende Pro-/Geschäftskunden.

Sir Michael Moritz glaubt jedenfalls an den Erfolg von Wunderlist: "Wunderlist ist eine dieser süchtigmachenden Apps, bei der man sich fragt, warum man sie nicht schon vorher entdeckt hat. Sie bringt Ordnung und Übersicht in das tägliche To-Do Chaos. Die offensichtliche Einfachheit von Wunderlist ist das Resultat seines starken Designs." Für Sequoia sei die Zusammenarbeit mit 6Wunderkinder eine konsequente Weiterführung des tiefen Interesses an cloud-basierten Produktivitäts-Anwendungen, das schon zu den früheren Partnerschaften mit Dropbox und Evernote geführt habe, so der Sequoia-Chef weiter.