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3GSM World: Mobile Datendienste steigern die Produktivität

16.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hierzulande denken die meisten IT-Verantwortlichen im Zusammenhang mit mobilen Datendienste primär an hohe Übertragungskosten. In Cannes hat Cisco nun eine Studie vorgestellt, die einen anderen Aspekt der Nutzung mobiler Daten-Services beleuchtet: Danach steigt die Produktivität mobiler Mitarbeiter, die auch unterwegs in den Workflow eingebunden sind, um durchschnittlich 13,4 Prozent pro Woche.

In der Studie "Affirming the Mobility Quotient: How Wireless Connectivity and Services are Shaping Worker Productivity" untersuchte Cisco gemeinsam mit der Omni Consulting Group nicht nur die Auswirkung mobiler Datendienste wie GPRS oder UMTS, sondern auch von WLANs und RFID. Omni zufolge trug allein die durch mobile Datendienste gewonnene Produktivität in den USA mit 1,9 Prozent zum dortigen Bruttoinlandsprodukt bei. Ferner gehen die Omni-Consultants davon aus, dass der Einsatz dieser Services in anderen Volkswirtschaften ähnlich positive Auswirkungen haben wird.

Dass diese auf den ersten Blick eher theoretischen volkswirtschaftlichen Bezugsgrößen durchaus konkrete Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen haben, untermauern Cisco und Omni anhand einiger Beispiele. So konnten etwa die Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens die Zahl der Vertragsabschlüsse pro Woche durch den Einsatz von mobilen Datendiensten um 7,4 Verträge steigern. Auch für das Hotelgewerbe zahlt sich dies, so die Studie, in barer Münze aus: Geschäftsreisende seien nämlich bereit, rund sieben Prozent mehr für eine Übernachtung zu bezahlen, wenn sie dafür von ihrem Zimmer aus einen einfachen Zugang zu ihren geschäftskritischen Applikationen erhalten. In Bezug auf die hierzulande stark umstrittene RFID-Technologie kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass mit ihrer Hilfe logistische Fehler um fast sechs Prozent reduziert werden können.

Auch wenn die Studie an etlichen Beispielen die Vorteile mobile Datendienste aufzeigt, so beantwortet sie eine Frage nicht - nämlich welche Applikationen am meisten von einer mobilen Datenanbindung profitieren. (hi)