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3GSM: T-Mobile will DSL überflügeln

14.02.2006
Ehrgeizige Ziele verkündete T-Mobile-Chef Rene Obermann heute auf dem 3GSM World Congress in Barcelona.

Glaubt man den Worten Obermanns, so wird der Mobilfunk bereits in naher Zukunft das primäre Internet-Access-Medium werden -mit Geschwindigkeiten, die sich hinter DSL nicht verstecken müssen. So will das Unternehmen noch in diesem Quartal mit HSDPA und einer Bandbreite von 1,8 Mbit/s starten. 2008 sollen dann bereits Transferraten von bis zu 14 Mbit/s erzielt werden. Und bis zum Ende des Jahrzehnts, so ist man bei T-Mobile zuversichtlich, wird dann die 20 Mbit/s Schallgrenze geknackt. Damit wären im Mobilfunk Geschwindigkeiten möglich, wie sie heute im Festnetz gerade mit den im Aufbau befindlichen ADSL-2-Diensten erreicht werden.

Damit die Nutzung der mobilen Breitbanddienste, um etwa Musik herunter zu laden oder per DVB-H auf mobilen Endgeräten Fernsehen zu schauen, für den User nicht zum unkalkulierbaren finanziellem Risiko wird, planen die Mobilfunker mit "FlexT" einen flexiblen Tarif, der dem Nutzungsverhalten des Users Rechnung zollt.

Eine eher bittere Pille verkündete Obermann für Fußball-Fans. Er rechnet nicht damit, dass das Hype-Thema der 3GSM, das Mobile Fernsehen per DVB-H, bereits bis zur WM in Deutschland einsatzbereit ist. Neben ungeklärten rechtlichen Fragen dürften auch fehlende Endgeräte einen breit angelegten Rollout verhindern. Dennoch hält der T-Mobile CEO an seinen Plänen fest, DVB-H zumindest in zwölf Städten zu testen. Ansonsten wollen die Mobilfunker die Fußballspiele per klassischem Streaming auf die Handy-Displays übertragen. (hi)