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3Dfx verliert, Nvidia legt zu

24.08.1999
Heute noch auf hohen Rossen ...

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Grafikkarten- und Grafikchip-Anbieter 3Dfx Interactive („Voodoo“, „Banshee“) hat im vergangenen Quartal Verluste eingefahren. Im Gegensatz dazu konnte der Konkurrent Nvidia ordentlich zulegen - der Umsatz stieg um 540 Prozent. Hatte das Unternehmen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch 12,1 Millionen Dollar erwirtschaftet, betrug der Umsatz nun 78 Millionen Dollar. Der Gewinn belief sich auf 6,7 Millionen Dollar, nachdem im zweiten Quartal 1998 knapp zehn Millionen Dollar Verlust in den Büchern auftauchten. Damit hat sich Nvidia die Krone im heiß umkämpften Grafikkartenmarkt gesichert - auf Kosten der Firma 3Dfx, die im letzten Jahr noch „Kult“ war und eine Vielzahl von Hardcore-Spielern hinter ihrer Technologie versammeln konnte.

Das Unternehmen verdaut noch immer die Übernahme des Konkurrenten STB Systems, der im Dezember 1998 für 141 Millionen Dollar in Aktien den Besitzer wechselte. Darüber hinaus brachen die Preise für Grafikchips in der Vergangenheit massiv ein. Während sich der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal von 58,6 Millionen auf 104,8 Millionen Dollar fast verdoppelte (ohne die STB-Umsätze), wurden keine schwarzen Zahlen erzielt. Der Verlust betrug 11,6 Millionen Dollar oder 50 Cents je Aktie. Darin eingeschlossen sind 7,3 Millionen Dollar aus der STB-Übernahme. Analysten hatten mit einem kleinen Gewinn je Anteilschein gerechnet.