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3Com-Verlust steigt weiter an

18.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzausrüster 3Com weitete seinen Verlust im zweiten Geschäftsquartal 2003/2004 (Ende: 28. November) aus: Wie das Unternehmen aus Marlborough, Massachusetts, mitteilte, stieg der Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 68,5 Millionen auf 139 Millionen Dollar oder 37 (19) Cent pro Aktie. Das Ergebnis wurde von Investitionsverlusten in Höhe von zwölf Millionen Dollar belastet, außerdem erhöhten sich die Abfindungen und anderen Restrukturierungskosten im Jahresvergleich um knapp zwei Millionen auf 59 Millionen Dollar. Der Umsatz des angeschlagenen Netzausrüsters schrumpfte binnen Jahresfrist von 272,2 Millionen auf 181,9 Millionen Dollar. 3Com übertraf damit jedoch die mittlere Prognose der Analysten (167 Millionen Dollar). Gleichzeitig lagen die Einnahmen damit rund zwölf Prozent über den 161,9 Millionen Dollar im vorangegangenen ersten Quartal. Während die Company dabei in der EMEA-Region und dem

asiatisch-pazifischen Raum eine sequenziellen Umsatzzuwachs von 38 beziehungsweise zwölf Prozent erzielte, gingen die Erlöse auf dem amerikanischen Kontinent um elf Prozent zurück.

3Com-CEO Bruce Claflin sieht in den Zahlen die Strategie seines Unternehmens bestätigt. Allerdings seine noch weitere Maßnahmen erforderlich, um das Wachstum zu steigern und die Betriebskosten zu senken. So sollen im Zuge der im September angekündigten Auslagerung der kompletten Fertigung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres weltweit weitere 900 Stellen gestrichen werden. Derzeit beschäftigt 3Com noch rund 2900 Mitarbeiter. (mb)