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3Com rechnet mit schwachem Quartalsumsatz

06.09.2004

Der US-amerikanische Netzausrüster 3Com hat im ersten Geschäftsquartal 2004/05 (Ende: 27. August) schlechter abgeschnitten als erwartet. Eigenen Angaben zufolge rechnet das Unternehmen aus Marlborough, Massachusetts, jetzt noch mit Einnahmen zwischen 160 Millionen und 164 Millionen Dollar – im Juni hatte die Company noch zirka 183 Millionen Dollar Umsatz in Aussicht gestellt. Gleichzeitig werde die Bruttogewinnmarge mit 38 bis 39 Prozent leicht niedriger als die bislang prognostizierten rund 40 Prozent ausfallen, warnte 3Com.

Eine Erklärung für das schwache Abschneiden gab das Unternehmen nicht ab. Aus Sicht von Analysten zeichnen dafür gleich mehrere Faktoren verantwortlich: Zum einen hat der Netzausrüster nach wie vor Schwierigkeiten, im Markt für Highend-Enterprise-Switches gegen Cisco zu bestehen. Die Company hatte sich im Jahr 2000 aus diesem Bereich zurückgezogen, versucht aber seit vergangenem Jahr wieder Fuß zu fassen. Hinzu kommt, dass 3Com im Bereich Lowend-Switches seit dem vierten Quartal 2002 kontinuierlich Marktanteile an die Konkurrenz verliert. Laut Untersuchungen der Synergy Research Group wies die Company damals im Markt für vorkonfigurierte Ethernet-Switches noch einen Anteil von elf Prozent auf; im abgelaufenen zweiten Quartal 2004 betrug dieser nur noch 5,6 Prozent.

Auch im Segment Netzwerkkarten, das sich inzwischen weitgehend zum Massengeschäft entwickelt hat, hat 3Com gegenüber D-Link und mehreren kleineren Wettbewerbern aus Asien einen schweren Stand. Im vierten Geschäftsquartal 2003/04 erwirtschaftete das Unternehmen in diesem Bereich nur 25 Millionen Dollar Umsatz, das ist rund ein Viertel weniger als im Vorjahresquartal. Die endgültigen Ergebnisse für den aktuellen Berichtszeitraum will 3Com am 16. September bekannt geben. (mb)