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3Com meldet weiteren Verlust und Umsatzschwund

26.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzwerkausrüster 3Com leidet weiter unter der schwachen Nachfrage und dem hohen Wettbewerbsdruck: Im Ende Mai abgelaufenen Schlussquartal 2003 stieg der Nettoverlust des Unternehmens mit Sitz in Marlborough, Massachusetts, gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 23,8 Millionen auf 38,4 Millionen Dollar oder elf (sieben) Cent pro Aktie. Das aktuelle Ergebnis enthält einen Nettoerlös von 60 Millionen Dollar aus dem Verkauf der Carrier-Sparte Commworks (Computerwoche online berichtete) sowie einen Steuergewinn von elf Millionen Dollar. Auf der anderen Seite wies 3Com 56 Millionen Dollar an Restrukturierungskosten aus. Die Company hatte die Zahl der Belegschaft im Berichtszeitraum um 500 Personen auf rund 3400 reduziert. In den nächsten zwei Quartalen sollen weitere zehn Prozent der Stellen

wegfallen (Computerwoche online berichtete).

Die Einnahmen brachen im Jahresvergleich um 41 Prozent von 294,8 Millionen auf 175 Millionen Dollar ein, die Erlöse der Commworks-Unit bereits ausgeklammert. Im vorangegangenen dritten Quartal hatte 3Com im fortlaufenden Geschäft noch 245 Millionen Dollar erwirtschaftet. Nach eigenen Angaben ging der Umsatz in Europa und Asien im sequenziellen Vergleich um jeweils über 30 Prozent zurück. Auf dem amerikanischen Kontinent registrierte das Unternehmen dagegen einen Zuwachs um drei Prozent im Bereich Netzwerkausrüstung.

CEO Bruce Claflin bezeichnete die Ergebnisse als enttäuschend. Prognosen für das laufende Anfangsquartal 2004 wollte der Firmenchef nicht geben. Da eine Markterholung bislang noch nicht zu erkennen sei, kündigte Claflin an, die Betriebskosten weiter zu senken. Daneben verspricht sich der Topmanager Vorteile aus dem Joint Venture mit Huawei Technologies (Computerwoche online berichtete). 3Com beginnt im nächsten Monat, die Netzwerkprodukte des chinesischen Partners zu vermarkten. Die ersten gemeinsam gefertigten Geräte sollen im zweiten Geschäftsquartal erscheinen und im Schnitt 25 Prozent billiger angeboten werden als die der Konkurrenz. (mb)