Informationsflut

37 E-Mails am Tag sind zuviel

Alexandra Mesmer
Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 14 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie schreibt, redigiert, organisiert, moderiert und kümmert sich um die Online-Rubriken Karriere & Gehalt, Freiberufler, Young Professional und den Karriere-Ratgeber sowie den Karriere- und Freiberufler-Newsletter.
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Jede fünfte Mail wird nicht geöffnet, jeder dritte Anhang wird nicht oder nur teilweise gelesen. Jeder dritte Büroarbeiter hat das Gefühl, er verschwendet Zeit mit unwichtigen Informationen.

Noch ist das Informationschaos nicht in die deutschen Büros eingezogen, doch haben 60 Prozent der Mitarbeiter vermehrt Probleme, die tägliche Flut an Informationen zu bewältigen. Das ergab eine Umfrage des Softwareherstellers Mindjet unter 1000 Büroarbeitern. Das Hauptproblem ist die große Anzahl an E-Mails, oft mit weiteren Dokumenten im Anhang. Im Schnitt erhält ein Mitarbeiter 37 geschäftliche E-Mails, von denen er 20 Prozent nicht einmal öffnet. Ein Drittel der E-Mails landet mit Anhang im Postfach, wovon wiederum jeder dritte nicht oder nur teilweise gelesen wird.

37 Mail am Arbeitstag lesen und beantworten zu müssen - das ist für 60 Prozent der Büroarbeiter zu viel.
37 Mail am Arbeitstag lesen und beantworten zu müssen - das ist für 60 Prozent der Büroarbeiter zu viel.

Gut jeder Dritte hat darüber hinaus das Gefühl, er verschwende zu viel Zeit mit für ihn unrelevanten Informationen. Allerdings sieht sich nur eine Minderheit von 15 Prozent der Befragten nicht mehr in der Lage, aus der Fülle an Informationen die nützlichen herauszufiltern. Eine weitere Zahl aus der Umfrage zeigt, dass die Arbeitnehmer trotz der Flut an E-Mails nicht die Informationen haben, die sie brauchen. So verbringen Büroarbeiten durchschnittlich täglich 36 Minuten damit, nach relevanten Informationen zu suchen. Ein Drittel der Befragten sucht gar eine Stunde und länger. Hoch gerechnet aufs Jahr sind das 144 Arbeitsstunden oder rund zwei Kalenderwochen.

Noch hält sich die Belastung für die Mitarbeiter in Grenzen: Nur 14 Prozent der Befragten müssen länger arbeiten, um ihr Pensum zu schaffen. Weitere zwölf Prozent sind sich der Informationsflut bewusst, haben aber keine Lösung dafür.

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