Krisen-Übung Lükex

3000 Menschen probten den Cyber-Angriff

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe führte eine Übung zum Schutz von IT-Systemen durch. Volker Lippmann von T-Systems nahm teil.
Foto: fotolia.com/Gina Sanders

Zum fünften Mal startete das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Ende November 2011 die gesamtstaatliche Krisenmanagementübung „LÜKEX" („Länderübergreifende Krisenmanagement-Übung/Exercise") . Zum ersten Mal ging es um den Schutz von IT-Systemen und -Strukturen gegen Angriffe von außen. Volker Lippmann, Experte von T-Systems, nahm an der Übung teil. Unsere Schwesterpublikation CIO.de sprach mit ihm und dem T-Systems Sicherheitsexperten Michael Bartsch darüber.

CIO.de Wie haben Sie die Übung erlebt, und wann gibt es die Ergebnisse?

Volker Lippmann: Die LÜKEX 2011 ist sehr gut gelaufen. Die Steuerung der Übung hatte die Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler inne. Ergänzt durch die Krisenstäbe der "intensiv übenden Länder", die sich beteiligt haben. Hinzu kamen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), aber auch Unternehmen wie etwa der Frankfurter Flughafen und die Bundesbank.

So sah es aus im Lagezentrum der Übung LÜKEX 2011.
So sah es aus im Lagezentrum der Übung LÜKEX 2011.
Foto: BBK

Die Akademie wurde für die Übung mit komplett neuer Technik ausgestattet. Die Übung selbst verlief im geplanten Rahmen. Der Bedarf an Nachsteuerung war dabei erstaunlich gering. Die Übungssoftware, die in den vergangenen Jahren ab und zu gehakt hatte, funktionierte dieses Mal hervorragend. Die Auswertung wird, soviel ich weiß, im Februar in großer Runde fortgesetzt. Der Bericht soll dem Bundesinnenministerium im ersten Quartal vorliegen.

Das interne Krisen- und Notfall-Team sowie das Konzernlagezentrum der Deutschen Telekom waren ebenfalls involviert. Sie sind bei großen Ausfällen im Netz oder bei Katastrophen die zentrale Informationsdrehscheibe und betreiben das Krisenmanagement im Konzern Deutsche Telekom. Hier gibt es viel Know-how aus gelernten Abläufen. Diese Teams halfen zum Beispiel unseren Mitarbeitern nach der Katastrophe in Fukushima.