NumberFour

29 Millionen Euro Wagniskapital für vierte Börries-Firma

27.06.2013
Der deutsche Software-Unternehmer Marco Börries erhält für seine Firma NumberFour AG eine kräftige Finanzspritze.
Mit seiner vierten Gründung NumberFour AG will es Marco Börries noch einmal wissen.
Mit seiner vierten Gründung NumberFour AG will es Marco Börries noch einmal wissen.
Foto: NumberFour

Unter der Führung des Schweizer Finanzexperten Index Ventures investieren verschiedene Risikokapitalgeber 38 Millionen Dollar (29,1 Millionen Euro) in die vierte Unternehmensgründung von Börries (43). NumberFour mit Sitz in Berlin will Business-Anwendungen herstellen, die sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen richten.

In Deutschland galt Börries in den 1980er Jahren als eine Art "Software-Wunderkind". Er entwickelte als Jugendlicher das Büroprogramm StarOffice, mit dem er Microsoft herausforderte. 1999 verkaufte Börries seine Firma Star Division für einen zweistelligen Millionenbetrag an den US-Computerkonzern Sun, der inzwischen von Oracle geschluckt wurde. Aus StarOffice entwickelte sich dann auch das freie Bürosoftware-Paket OpenOffice und dessen Fork LibreOffice.

Nach seiner Arbeit bei Sun verantwortete Börries beim Internet- Pionier Yahoo die Mobil-Sparte und brachte das von ihm gegründete Unternehmen Verdisoft in den Konzern ein. Im April 2009 verließ er Yahoo. Der Versuch, vor zwei Jahren mit seiner Firma Mag10 ein einfaches System für die Veröffentlichung von digitalen Magazinen für Tablet-Computer zu entwickeln, scheiterte in der zweiten Finanzierungsrunde.

An der aktuellen "Series-A"-Finanzierung von NumberFour sind zum einen prominente Unternehmer wie der Mitbegründer von Sun Microsystems, Andreas von Bechtolsheim, Yahoo-Mitbegründer Jerry Yang, sowie Klaus Hommels und Lars Hinrichs beteiligt. Außerdem gehört T-Venture, die Risikokapital-Firma der Deutschen Telekom, zu den Investoren. Das Ziel sei, dass in zehn Jahren alle kleinen Unternehmen über die Effizienz und Skalierungseffekte bei Softwareprogrammen verfügten, die derzeit nur Großunternehmen zur Verfügung stünden. (dpa/tc)