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250.000 Nutzer filtern E-Mails mit Spamnet

10.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum Filtern unerwünschter E-Mails bietet das kalifornische Startup Cloudmark seit Juni 2002 die P2P-Technik (Peer to Peer) "Spamnet" an (Computerwoche online berichtete). Bislang nutzen laut Cloudmark 250.000 Anwender das kostenlose Programm, das sich in die Mail-Clients Outlook 2000 und Outlook XP einbinden lässt. Markiert ein Nutzer eine Mail als unerwünscht, identifiziert die Software Merkmale wie Absender oder Betreffzeile und analysiert den Inhalt. Die Informationen werden an alle Teilnehmer des Netzes gesendet. Dort werden entsprechende Nachrichten dann automatisch gefiltert. Wer einzelne Mails dennoch empfangen will, kann die Filterregeln auf lokaler Ebene ändern.

Über spezielle Mechanismen wird sichergestellt, dass keine erwünschen Massensendungen wie zum Beispiel abonnierte Newsletter abgeblockt werden. Dazu klassifiziert Spamnet die Vertrauenswürdigkeit der einzelnen Nutzer, sagt Cloudmark-Chef Karl Jacob. Falls ein Anwender mehrmals erwünschte Nachrichten als Spam markiert, werden seinen Angaben keine Beachtung mehr geschenkt. Das System funktioniere effektiv, berichten Anwender. Demnach bekommen auch Nutzer, die nach eigenen Angaben selbst nie Mails filtern, deutlich weniger Spam. (lex)