Nach IBM-Scheitern

24 SAP-Systeme jetzt hochverfügbar

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die IT der Stadtwerke Erfurt setzt für ihre SAP-Server auf die Hochverfügbarkeitslösung von Vision Solutions. Die vorherige Implementierung mit IBM scheiterte.
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Die Tochter der Stadtwerke Erfurt Gruppe, Bsys, betreut als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen die IT mehrerer Unternehmen der Gruppe sowie externe Kunden. Dabei geht es um IT-Projekte mit SAP und Sharepoint. In zwei Rechenzentren der Klasse Tier III werden für die Kunden auf einer Fläche von 480 Quadratmetern IT-Leistungen als Managed Services bereitgestellt. Um den Kunden strenge Service Level Agreements (SLA) anbieten zu können, ist die Hochverfügbarkeit der Server wichtig.

Auf zwei Servern vom Typ IBM 750 laufen 24 verschiedene SAP-Systeme, die von insgesamt 600 Anwendern genutzt werden. „Für unsere Kunden sind diese Systeme geschäftskritisch, daher garantieren wir in unseren Service Level Agreements Hochverfügbarkeit", sagt Anton Jurukov, Bereichsleiter IT-Infrastruktur bei Bsys.

Diese Vereinbarung einzuhalten, erwies sich in der Vergangenheit jedoch als schwieriger als gedacht, teilte das Unternehmen mit. Zwar bot IBM für die Server der System-p-Reihe eine Hochverfügbarkeitslösung an, doch sei diese in Deutschland derzeit kaum verbreitet, so dass es nur geringe Implementierungserfahrungen gibt – auch auf Seiten des Herstellers.

Bsys unternahm nach eigenen Angaben mit IBM mehrere Implementierungsversuche, um mit der Lösung eine verlässliche Hochverfügbarkeit zu erzielen. „Es hat aber auch nach erheblichem Aufwand für uns nicht verlässlich funktioniert", sagt Jurukov. „Irgendwann wurde dann auch der Aufwand zu groß, die Administration kostete zu viel Zeit, und die Ergebnisse stimmten immer noch nicht."

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