CW-Kolumne

2013 – das Jahr der Cloud

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Ja, wir wissen es, viele möchten das C-Wort am liebsten nicht mehr hören. Aber wir müssen akzeptieren: Die Cloud wird sich nicht mehr verziehen, und ein Blick auf die Gewinner des Jahres –VMware, Amazon, Salesforce – belegt das eindrucksvoll.
Heinrich Vaske Chefredakteur CW
Heinrich Vaske Chefredakteur CW

Gewinner sind aber auch die vielen Startups, die sich mit Vollgas in die Welt des Cloud Computings gestürzt und teilweise ganz neue Geschäftsmodelle entwickelt haben. Sie haben dazu beigetragen, dass eine gewaltige Welle an Cloud-Lösungen quasi über Nacht über den ITK-Markt hereingebrochen ist.

Es wird nur noch ein paar Jahre dauern, dann gibt es für jedes einzelne Segment der Business-Software eine Cloud-Alternative – auch für vertikale Märkte. Die Dienste werden sich über entsprechende Middleware oder Management-Plattformen integrieren lassen. Und Anwender werden in der Lage sein, auszutarieren, ob und in welcher Mischung sie sich für Private-, Hybrid- oder Public-Cloud-Lösungen
entscheiden. Cloud-Services verbreiten sich de facto schon heute in fast jedem Unternehmen.
Für IT-Verantwortliche bedeutet das, wachsam zu bleiben und zu wissen, was wo vor sich geht. Was wie eine Bedrohung aussieht, kann auch eine Chance sein: Mit schnell gelieferten, nützlichen Services kann die IT das Business beflügeln und die Fachanwender beeindrucken.

2013 muss das Jahr sein, in dem IT-Abteilungen die nötigen Skills aufbauen, um Cloud-Angebote wirklich beurteilen, einkaufen und einführen zu können. Dazu werden sie enger als bisher mit den Fachabteilungen zusammenarbeiten und Kaufentscheidungen gemeinsam fällen müssen. Während sich die Fachanwender vor allem für Funktionen und Prozesse interessieren, muss die IT weiterhin die Enterprise-Architecture und das Management der Infrastruktur im Auge behalten. Sie ist für (Investitions-)Sicherheit, Datenschutz und die technische Beurteilung von IT-Angeboten verantwortlich. Und ihr Kerngeschäft, die Integration der Cloud-Dienste in die vorhandenen System- und Datenwelten, wird 2013 nicht verschwinden.