Forrester

2009 gibt es eine IT-Rezession

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Rezession ist nun endgültig auch bei den IT-Marktforschern angekommen.

Forrester Research sagt heute voraus, dass die weltweiten Ausgaben für IT-Waren und -Dienstleistungen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent sinken werden auf 1,66 Billionen Dollar. Das ist ein deutlicher Abschwung gegenüber dem Vorjahr, für das die Auguren (in Dollar) ein Wachstum von acht Prozent ermittelt haben. 2009 werde damit eine siebenjährige Wachstumsphase der IT-Branchen beenden, so Forrester weiter - zuletzt war der Markt in den Jahr 2001 und 2002 um sechs Prozent rückläufig gewesen.

Legt man regionale Währungen zugrunde, sieht das Bild indes nicht ganz so düster aus: es ergibt sich ein Wachstum von 2,5 Prozent (USA 1,6 Prozent; West- und Zentraleuropa 1,3 Prozent; Osteuropa, Nahost und Afrika plus fünf Prozent; Asia-Pacific drei Prozent). Die Differenz zum Dollar-Wachstum bedeutet laut Forrester-Analyst Andrew Bartels gleichzeitig, dass US-amerikanische Hersteller und Anbieter mit starkem Auslandsgeschäft die Folgen der Wirtschaftskrise besonders schmerzlich zu spüren bekommen werden.

Am besten werden nach Einschätzung der Auguren die Softwerker durch die Krise kommen. Für Software soll 2009 mit 388 Milliarden Dollar immerhin gleich viel ausgegeben werden wie im Vorjahr. Dagegen sollen die Ausgaben für Kommunikationsausrüstung sowie für Services um drei Prozent und für Hardware sogar um vier Prozent sinken.

Zum jetzigen Zeitpunkt erwartet Forrester außerdem, dass die Rezession nur von relativ kurzer Dauer sein wird. Das Prognosemodell der Experten setzt für das Jahr 2010 bereits wieder neun Prozent Wachstum der IT-Ausgaben an. Hier liegt erneut Software vorn mit plus zehn Prozent, gefolgt von Services (neun Prozent), TK (acht Prozent) sowie Hardware (sieben Prozent).