2005 wird ein turbulentes Jahr

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Den Anwendern stehen purzelnde Hardwarepreise, unerwartete Fusionen und viel Druck auf die IT-Abteilungen bevor.

Unter der Oberfläche eines fast schon langweilig bescheidenen Marktwachstums von sechs Prozent wird 2005 ein Jahr enormer Turbulenzen im IT-Markt werden", prophezeit Frank Gens, oberster Marktforscher der IDC. In vielen Sektoren müssten Unternehmen weiter konsolidieren und sich zudem neu ausrichten. Gens erwartet in seiner Prognose für das IT-Jahr 2005 nach der "Wiederauferstehung des Technologiesektors" in diesem Jahr nun eine Rückkehr zu Wachstum bei den Hightech-Investitionen.

Im Einzelnen gehen die Analysten davon aus, dass Anwender maßvoll investieren und damit die Anbieter weiter zwingen werden, ihre Kosten zu senken. Außerdem bleibe den Herstellern nichts anderes übrig, als sich an wachstumsträchtigen Märkten zu orientieren und höherwertige Lösungen zu liefern. Die Prognose von sechs Prozent Marktwachstum basiert auf der Annahme, dass in den USA deutlich und in Westeuropa ein wenig mehr für IT ausgegeben wird. Am stärksten sollen die IT-Märkte aber in Zentral- und Osteuropa zulegen sowie in den Wachstumsregionen China und Indien. Eine geringere Dynamik in Japan und Lateinamerika kalkuliert IDC ebenfalls ein. Das größte Risiko bestehe darin, dass sich die leichte Erholung in Westeuropa nicht einstellen werde.

Die Investitionen werden laut IDC von dem Trend beeinflusst, dass Anwenderunternehmen sich auf eine dynamische IT-Umgebung mit größerer Effizienz und besserer Unterstützung der Geschäftsprozesse zubewegen. Vor diesem Hintergrund sei eine Fortsetzung des Trends zu preiswerter Standardhardware wahrscheinlich. Damit dürfte der Druck, der schon heute auf den Lieferanten lastet, unverändert groß bleiben.