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2001: Spezielle Firmen im Visier der Hacker

28.01.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwischen Juli und Dezember 2001 haben die Hackerattacken weltweit um 79 Prozent zugenommen. Rund 39 Prozent der virtuellen Einbrüche wurden dabei gezielt auf ausgesuchte Unternehmen verübt. Das geht aus einer Studie der Computersicherheits-Firma Riptech hervor, die zirka 300 Firmenkunden in 25 Ländern bezüglich unerlaubter Übergriffe auf deren Websites überwacht. Die Autoren der Untersuchung zeigten sich überrascht, dass nur 61 Prozent der Attacken wahllos verübt wurden. Dabei wenden Hacker in der Regel automatisierte Scanning-Techniken an, die im Internet nach unsicheren Websites suchen, um dann ihre Angriffe zu starten. Riptech hatte die Zahl der automatisierten Attacken auf 80 bis 90 Prozent geschätzt.

Für ihre Studie wertete die US-Firma rund 5,5 Milliarden Logfiles aus und zählte knapp 129.000 Hackerangriffe. 1000 davon entpuppten sich als schwere Attacken, die ein sofortiges Eingreifen und Beheben der Sicherheitslücken erforderlich machten. Die meisten Übergriffe wurden von den USA aus gestartet mit einem Anteil von 30 Prozent an den weltweit zwischen Juli und Dezember ausgeführten Attacken. Dahinter folgten Südkorea, China, Deutschland und Frankreich als Ursprungsländer. Gemessen an der Zahl der Internet-Nutzer in den verschiedenen Ländern kamen die meisten Angriffe jedoch aus Israel. (ka)