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2000: US-Handheld-Zahlen mehr als verdoppelt

25.01.2001
Der Umsatz mit Handhelds stieg im vergangenen Jahr um über 100 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar. Unangefochtener Marktführer ist nach wie vor Palm mit einem Anteil von 72 Prozent.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Entgegen dem langsameren PC-Wachstum im vergangenen Jahr legte der Umsatz mit Handhelds in den USA um über 100 Prozent zu. Wurden 1999 noch 436,5 Millionen Dollar mit den Mini-Rechnern eingenommen, waren es im Jahr 2000 bereits 1,03 Milliarden Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Markforschungsunternehmens NPD Intelect, einem Joint Venture zwischen NPD aus Port Washington, New York, und der Nürnberger GfK.

Im abgelaufenen Jahr verkauften die Handheld-Hersteller in den USA 3,5 Millionen PDAs (Personal Digital Assistants), das sind rund 150 Prozent mehr als noch 1999. Damit sei klar, so die Marktforscher, dass sich die Kleinstrechner inzwischen einen Platz im Mainstream-Verbrauchermarkt ergattert hätten. Trotz der positiven Bilanz warnen die Auguren vor sinkenden Gewinnmargen für die Handheld-Anbieter. Verglichen mit 1999 sank der Preis für die Organizer im vergangenen Jahr durchschnittlich um elf Prozent auf 293,51 Dollar.

Unbestrittener Marktführer in den USA nach verkauften Stückzahlen ist nach wie vor Palm mit einem Anteil von 72,1 Prozent. Gegenüber 1999 büßte der US-Hersteller jedoch 5,4 Prozent ein. Handspring, das von ehemaligen Palm-Mitarbeitern gegründet wurde, trat erst 1999 mit seinen Handhelds an und konnte im vergangenen Jahr bereits 14 Prozent des Gesamtmarkts für sich verbuchen. Auf den unteren Plätzen rangieren die Firmen, die PDAs mit Microsoft Software "Pocket PC" anbieten: Casio verlor von elf Prozent im Jahr 1999 auf sechs Prozent im vergangenen Jahr, und Hewlett-Packard rutschte von 2,9 auf 2,3 Prozent ab. Allerdings konnte Compaq, das erst im Jahr 2000 mit der Auslieferung seines "iPaq" begann, bereits zwei Prozent des Marktes erobern.