Yankee Group sieht Potenzial in E-Mail- und Messaging-Plattformen

200 000 Dollar in drei Jahren sparen

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
CIOs in mittelständischen Firmen können schnell finanzielle Vorteile realisieren, wenn sie E-Mail- und Messaging-Anwendungen im Cloud-Computing-Modell betreiben. Sie sparen damit innerhalb von drei Jahren bis zu 200.000 US-Dollar.

IT-Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen, die ihre traditionellen Microsoft-Exchange- und Lotus-Notes-Umgebungen in einer Cloud-basierten Infrastruktur betreiben, können ihrer Firma viel Geld sparen. Das zumindest behaupten die Analysten des US-Marktforschers Yankee Group in ihrem Bericht "CIO’s Guide to Cost Cutting".

Nach einer Beispielrechnung senken kleine und mittelständische Firmen mit Cloud-basierter Messaging-Infrastruktur bereits im ersten Jahr ihre Betriebskosten dafür um bis zu 83 Prozent. Das entspricht rund 64.000 US-Dollar. Binnen drei Jahren sollen sich die Einsparpotenziale auf 88 Prozent oder 200.000 Dollar addieren. Die Berechnungen führten die Analysten anhand von Zahlen aus ihrem eigenen Unternehmen durch, das sie als mittelständische Modellfirma definierten.

Vom Cloud Computing zur Anywhere IT

Sie zerstreuen auch mögliche Befürchtungen von Mittelständlern, die ihre E-Mail- und Messaging-Anwendungen in einer Cloud-basierten Struktur betreiben wollen, vor funktionellen Einschränkungen. Das Gegenteil sei der Fall: Im Vergleich zu On-Premise-Lösungen lassen sich in einer Cloud-basierten E-Mail und Messaging-Umgebung viele Features und Funktionen effizienter einsetzen. Zum Beispiel kann der Blackberry-Zugang zu E-Mails gleichzeitig für andere mobile Endgeräte genutzt werden.

Die Analysten haben für den mobilen Zugriff auf Daten und Informationen den Begriff "Anywhere IT" kreiert. Dabei könnten Anwender von jedem Ort und mit jedem Endgerät arbeiten - und zwar stets mit der jeweils bestmöglichen Performance. Zudem eröffne die Verlagerung komplexer IT-Anwendungen in die "Wolke" neue Einsatzmöglichkeiten für die IT.

In einer Markteinschätzung Anfang Januar prognostizierte die Yankee Group dem Markt für "Anywhere IT" hohe Wachstumsraten. Innerhalb der nächsten sieben Jahre soll sich das weltweite Marktvolumen nahezu verdoppeln, von derzeit 2,2, Billionen Dollar auf dann mehr als vier Milliarden Dollar.