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100-Milliarden-Dollar-Unternehmen: HPs Ziele für 2008

13.12.2006
Mark Hurd, der Chef von Hewlett-Packard (HP), hat vor Finanzanalysten ein neues Ziel ausgegeben: In zwei Jahren will das Unternehmen 100 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften.

Im Geschäftsjahr 2007 rechnet HP mit einem Umsatzzuwachs von sechs Prozent auf 97 Milliarden Dollar. Für die darauf folgenden zwölf Monate geht Hurd von weiteren Umsatzsteigerungen zwischen vier und sechs Prozent aus. Dies würde bedeuten, dass HP 2008 zwischen 100,9 und 102,8 Milliarden Dollar erwirtschaften würde.

Der zum Jahresende ausscheidende Finanzchef Robert Wayman sagte, er gehe davon aus, dass im Jahr 2008 das Geschäft der PC-, Printing and Imaging- sowie der Services-Unternehmensbereiche um jeweils vier bis sechs Prozent wachsen werde. Für die Software-Division geht er demgegenüber von einer Steigerung der Umsätze von zehn bis 15 Prozent aus.

Hurd warnte allerdings davor, davon auszugehen, dass der Umbauprozess des Unternehmens bereits vollzogen sei (siehe auch CW Online). Zwar hat HP in diesem Jahr weltweit bereits 15.000 Mitarbeiter entlassen. Das entspricht rund zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Ohne in die Details zu gehen sagte Hurd, man müsse weiter daran arbeiten, die Kosten zu trimmen: "Wir sind kein Unternehmen, das seine Transformation bereits hinter sich hat - wir sind immer noch im Prozess, uns zu verändern."

Hurd kritisierte das Unternehmen, das er von der geschassten Firmenchefin Carleton Fiorina übernommen hatte, als einen Konzern, mit dem "schwierig Geschäfte zu machen waren". Zudem habe sich die Firma durch eine kaum wettbewerbsfähige Kostenstruktur ausgezeichnet.

Analysten, die durch das Wachstum von HP in den vergangenen 18 Monaten verwöhnt sind, zeigten sich von den zu konservativen Prognosen des HP-Managements enttäuscht. (jm)