Storage richtig einsetzen

10 Tipps zur Einführung von All Flash Arrays

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Wer auf All-Flash-Array-Speicher im Rechenzentrum setzt, sollte einige wichtige Dinge beachten. Denn neben Geschwindigkeit oder Skalierbarkeit sind auch Funktionen wie Deduplizierung oder Virtualisierungs-Möglichkeiten bei der Einführung von All Flash Arrays wichtig. Wir haben die zehn wichtigsten Tipp für Sie zusammenstellen, damit sie mit All-Flash-Arrays keinen Schiffbruch erleiden.

All-Flash-Arrays können die Leistung von Rechenzentren enorm steigern, da Server und Serverdienste durch diese Technologie Daten extrem schnell speichern und lesen können. Berücksichtigen Unternehmen bei der Einführung von All-Flash-Systemen einige Tipps, lassen sich viele Probleme schon im Vorfeld vermeiden.

In erster Linie ist die Auswahl der richtigen Lösung wichtig, denn nicht alle All-Flash-Arrays sind für alle Einsatzzwecke konzipiert. Häufig sind hybride Systeme für bestimmte Workloads besser geeignet. Außerdem unterscheiden sich die angebotenen All-Flash-Arrays in puncto Funktionalität oft deutlich voneinander.

Skalierbarkeit - wichtig für Reserven

Ein All-Flash-Array wird im Netzwerk oft an Serverlösungen angebunden, die beim Kauf des Arrays noch überhaupt nicht dafür geplant waren. Idealerweise sollte dabei die Storage-Lösung mit den Anforderungen mitwachsen.

Reicht aber zum Beispiel die maximale Kapazitätsmenge des All Flash Arrays nicht aus, kommt schnell Frust auf, weil nicht alle Serverdienste, Workloads und andere Infrastrukturen auf das All-Flash-Array setzen können. Deshalb ist es wichtig, dass das Storage-Array ausreichend Kapazität für einen Ausbau liefern kann. So können Unternehmen auf die Datenmenge setzen, die es bei Bedarf braucht.

All Flash Arrays sind für bestimmte Workloads im Rechenzentrum nicht mehr wegzudenken.
All Flash Arrays sind für bestimmte Workloads im Rechenzentrum nicht mehr wegzudenken.
Foto: shutterstock.com - leo_photo

Verfügbarkeit bringt Sicherheit und spart Kosten

Greifen unternehmenskritische Serverdienste rund um die Uhr auf All-Flash-Arrays zu, muss dessen Verfügbarkeit auch gewährleistet sein. Vor allem wenn Serverdienste das All-Flash-Array nutzen sollen, die bei der Anschaffung nicht dafür geplant waren, kann es schnell zu einer Schieflage zwischen der geforderten und der tatsächlichen Verfügbarkeit kommen.

Auf All-Flash-Arrays werden oft Daten gespeichert, die sehr oft gelesen und geschrieben werden. Dabei handelt es sich erfahrungsgemäß um wichtige Daten des Unternehmens, die verfügbar und stabil gespeichert werden müssen. Deshalb muss es bereits vor der Anschaffung klar sein, wie die Daten auf dem Array gesichert werden, und wie bei einem Ausfall einzelner Komponenten oder des ganzen Systems vorgegangen werden soll. Ein unterbrechungsfreier Betrieb ist dabei essentiell. Hier sollte man darauf achten, dass Hersteller dieser Systeme eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent sowie Disaster Recovery-Möglichkeiten bieten.

Genügend Leistung für zeitkritische Workloads

IOPS, Latenzzeiten und Datendurchsatz gehören zu den wichtigsten Kennzahlen für All Flash Arrays. Deshalb sollten Unternehmen darauf achten, dass die Leistung für aktuelle Workloads, aber auch für zukünftige Ansprüche ausreicht. Vor allem Festplattenbasierte Systeme, die nur für All-Flash-Systeme leicht modifiziert werden, bieten aus technologischer Sicht häufig nicht genügend Performance. Es ist daher wichtig, dass bei maximal notwendiger Systemleistung auf ein "echtes" All Flash Array gesetzt wird. Dieses All-Flash-Array ist entsprechend konzipiert und die Workloads optimiert. Zusätzlich ist drauf zu achten, dass die Leistung des Storage-Systems bei steigender Nutzung nicht einbrechen.