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Innovationen richtig planen

10 Schritte zur erfolgreichen Datenmigration

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Virtualisierung, Cloud Computing, Mobile Applikationen - Innovationen können nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn ein umfassender, durchdachter und strategisch ausgerichteter Ansatz zur Datenmigration vorhanden ist. Lesen Sie, wie Sie in zehn Schritten die wichtigsten Fehler bei der Datenmigration vermeiden.

Dem Marktforschungsunternehmen Bloor Research zufolge treten bei über der Hälfte aller Datenmigrationsprojekte Kostenüberschreitungen oder Verzögerungen bei der Bereitstellung auf. Eine unzureichend geplante oder ausgeführte Initiative zur Datenmigration kann die Bereitstellung neuer Anwendungen verzögern, Compliance- und Business-Continuity-Zielen zuwiderlaufen sowie zu Budgetüberschreitungen in der IT-Abteilung und zu verpassten Geschäftschancen führen.

Da Datenmigration zum Erreichen der Ziele von IT-Abteilungen heutzutage so wichtig ist, kann man sich dabei keine Fehler leisten. Wie lassen sich also Fehler bei der Datenmigration vermeiden? Die folgenden zehn Schritte sind entscheidend:

1. Richten Sie die Ziele der Datenmigration an den Anforderungen des Unternehmens aus. Vergewissern Sie sich der Ziele des Unternehmens in Bezug auf Kostenmanagement, Anwendungen, Zeitplanung und ähnliche Aspekte. Klären Sie außerdem, wann die Geschäftsführung den Abschluss des Vorgangs erwartet, und bemühen Sie sich um realistische Erwartungen.

2. Legen Sie den Umfang des Projekts fest. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, was Sie tun und was Sie erreichen möchten. Konsolidieren Sie Sie den Speicherplatz im Rechenzentrum; verringern Sie den Kostenaufwand und Platzbedarf Ihrer Speicher-Infrastruktur. Machen Sie sich vor dem Projektstart Ihre Ziele bewusst.

3. Sorgen Sie für ausreichend qualifizierte Mitarbeiter. Wie viel Erfahrung hat Ihr Team im Umgang mit Datenmigration? Wie erfahren sind die Mitarbeiter in Bezug auf Softwareplattformen und Anwendungen? Steht genügend Personal zur Verfügung? Müssen Sie externe Spezialisten hinzuziehen? Wenn ein Datenmigrationsprojekt ohne ausreichende Kompetenz begonnen wird, ist das Scheitern fast schon vorprogrammiert.

4. Verschaffen Sie sich einen Überblick zu den vorhandenen Daten. Eine erfolgreiche Initiative zur Datenprofilierung bildet die Grundlage jeder erfolgreichen Datenmigration. Wenn Sie zu Beginn des Projekts keine Datenprofilierung durchführen, können Sie weder den Umfang der Migration bestimmen, noch können Sie sichergehen, dass bei den nachfolgenden Vorgängen keine Datenbeziehungen unterbrochen werden.

5. Bestimmen Sie den Ablauf. Ganz gleich, ob Sie eine begrenzte Menge an Daten für eine spezifische Anwendung migrieren oder gleich eine ganze Datenbank oder das gesamte Rechenzentrum - immer sind verschiedene Ansätze möglich. Möchten Sie alles auf einmal realisieren oder soll, wie es heutzutage gängig ist, eine stufenweise Implementierung erfolgen? Indem Sie festlegen, wann und wie die Datenmigration umgesetzt wird, unterstützen Sie die Ausarbeitung eines zweckmäßigen Plans, nach dem sich die IT-Abteilung richten kann und mit dem sich die Geschäftsführung über den jeweils aktuellen Stand der Dinge informieren kann.

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