Preise, Cloud Roboter, Fachbereiche

10 Outsourcing-Trends 2015

16.02.2015
Von  und Stephanie Overby
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Unternehmen werten vor Sourcing-Entscheidungen zunehmend eigene Daten aus und verlassen sich künftig weniger auf Experten-Ratschläge.

Worauf müssen sich Anwender und Anbieter in puncto Outsourcing einstellen - darum geht es in dem Artikel "10 outsourcing trends to watch 2015" von unserer US-Schwesterpublikation CIO.com. Eine informelle Umfrage unter zehn Providern und Analysten ergab folgende Trends:

1. Preis nach Ergebnis: Was bleibt dem Anwender unterm Strich - an dieser Frage wird sich die Preisgestaltung orientieren. Das erklärt zumindest Susan Danino von der Information Services Group (ISG). Marc Tanowitz von Pace Harmon spricht allgemeiner vom neuen "Engagement" zwischen Anbieter und Kundenunternehmen.

2. Cloud Roboter: Immer mehr smarte Roboter operieren in der Cloud, beobachtet Jeff Augustin von Alsbridge. Das ermögliche Anwendern wie Providern einen "Labor-as-a-Service"-Ansatz.

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

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3. Standardisierung: Für Joshua B. Konvisser von Pillsbury Winthrop Shaw Pittman wachsen Cloud, Utility Computing und Virtualisierung zusammen. Er subsumiert das Ganze unter Standardisierung und betont den Vorteil der Kostensenkung. Das habe die Industrie verstanden.

4. Neuverhandlungen: Auf eine Summe von hundert Milliarden US-Dollar beziffert Stanton Jones von ISG das Volumen der bestehenden Verträge, die 2015 neu verhandelt werden.

5. Lieferanten-Risiko: Nach Ansicht von Christine Ferrusi Ross von der Neo Group beobachten Endverbraucher immer aufmerksamer, mit welchen Zulieferern ein Unternehmen kooperiert. Mehr Risikobewusstsein fordert sie auch für IT-Outsourcing-Partner.

6. Multisourcing: Dass die einzelnen Verträge kleiner werden und Entscheider mit mehreren Partnern kooperieren, ist nicht neu. Scott Fueless von ISG erwartet, dass sich das im neuen Jahr noch einmal verstärkt, insbesondere wegen der vielen Cloud- und Software-as-a-Service-Spezialisten. Das erfordere Governance, um Zahlungen für doppelte oder ungenutzte Leistungen zu vermeiden.

Fachbereiche kaufen noch stärker selbst ein

7. Business als Einkäufer:Fachbereiche umgehen die IT und schließen selbst Verträge mit Providern ab - dieser Trend wird sich 2015 fortsetzen, erklärt Ferussi Ross (Neo Group). Um gegenzusteuern, muss die IT in die Rolle eines Service Brokers wachsen.

8. Ausschreibung: Traditionelle Ausschreibungen dauern zu lang, sagt Pratham Mittal von VenturePact. Außerdem sollten Anwender das Know-how spezialisierter Anbieter besser nutzen. Innovative Produktideen wie Google Glass oder Wearables seien aus eigener Kraft kaum zu realisieren.

9. Cloud: Dass sich Cloud-Computing stärker durchsetzt, haben die Analysten auch im Vorjahr schon vorausgesagt. Laut ISG-Analyst Fueless wird es 2015 darum gehen, den Begriff Cloud zu konkretisieren, also Infrastructure-as-a-Service oder Plattform-as-a-Service an spezifischen Bedürfnissen auszurichten.

10. Entscheidungsfindung: Unternehmen treffen die Entscheidung für einen Anbieter zunehmend auf der Auswertung eigener Daten, erwartet Atul Vashistha (Neo Group). Damit verlassen sie sich künftig weniger auf den Rat von Experten.

 

Sascha Thattil

Danke für die hilfreichen Informationen. Den Trend zu mehr Entscheidungsbefugnis in den Fachbereichen gibt es jetzt schon seit einigen Jahren. Besonders die Bereiche Cloud Roboter und Cloud werden in den nächsten Jahren immer interessanter werden. Eine günstige Alternative auch zum Beispiel zum Auslagern von Teilen der IT in das Ausland. Oder zumindest kann man mit diesen neuen Cloud-Lösungen viele Standardaufgaben abwickeln.

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