Schlanke Ultrabooks auf dem Prüfstand

10 hauchdünne Ultrabooks im Test

01.01.2013 | von Thomas Rau
Dünn, dünner, Ultrabook - kaum mehr als 2cm dürfen die flachen Alleskönner hoch sein. Wir haben zehn Modelle getestet und verraten, für wen sich die Anschaffung lohnt.
Foto: Acer

Zehn Ultrabooks gehen im Testlabor an den Start: Sie alle besitzen eine Bildschirmgröße von 13,3 oder 14 Zoll – das ideale Format für einen mobilen Rechner. In den meisten steckt ein Core i5 mit Ivy-Bridge-Innenleben. Nur HP und Sony setzen auf einen älteren Core i3 der Sandy-Bridge-Plattform.

Die Ultrabook-Formel: Schlank und leicht

Das leichteste und flachste Ultrabook kommt von Toshiba: Das Satellite Z930-119 wiegt weniger als 1100 Gramm und ist dünner als 16 Millimeter. Da kommt auch das Macbook Air von Apple nicht mit – und schon gar nicht das Dell XPS 14, das fast doppelt so viel wiegt. Dafür packt Dell den größten Akku ins Gerät: Seine Kapazität von 69 Wattstunden reicht für 8,5 Stunden Laufzeit. Das toppt nur das Macbook Air 13 mit über zehn Stunden. Die meisten Ultrabooks schaffen zwischen sieben und acht Stunden. Nur das Acer Aspire S3 und das Fujitsu Lifebook UH572 bleiben mit 5,5 beziehungsweise knapp fünf Stunden klar darunter.

Ans flache Gehäuse eines Ultrabooks passen weniger Anschlüsse als an ein Standard-Notebook: Acer, Apple, Asus und Fujitsu lassen deswegen die LAN-Buchse weg – bei Asus und Fujitsu liegt wenigstens ein passender USB-Adapter bei, bei Apple und Acer müssen Sie dafür extra zahlen. Ausnahme von der Regel ist das schmale Toshiba Z930, das viele vollwertige Anschlüsse mitbringt.

SSD macht’s möglich: Ultrabooks sind schnell

Die Ultrabooks sind zwar klein und flach – langsam aber nicht. Sie übertrumpfen normale Notebooks locker bei der Rechenleistung, obwohl sie mit extra sparsamen Notebook-Prozessoren arbeiten, die eine geringere Taktrate als beispielsweise aktuelle CPUs in 15,6-Zoll-Notebooks aufweisen. Ihr Tempogeheimnis ist eine SSD. Intel schreibt den Flash-Speicher für Ultrabooks vor. Die besten Ultrabooks sind daher die mit einer schnellen SSD: Die höchste Rechenleistung im Testfeld bieten das Macbook Air 13, das Satellite Z930 und das Zenbook Prime UX31A.

SSDs haben jedoch zwei große Nachteile: Sie machen das Ultrabook teuer und sie bieten vergleichsweise wenig Speicherplatz. Deshalb setzen die günstigen Ultrabooks im Testfeld, aber auch das Dell XPS 14 und das Zenbook UX32VD auf eine Mischlösung: Sie nutzen eine kleine SSD – meist 32 GB groß – als Festplatten-Cache und speichern Dateien auf einer normalen, großen Festplatte mit 500 oder 320 GB. Die Mini-SSD dient ausschließlich dazu, häufig benutzte Dateien zu puffern: Die kann das Betriebssystem dann von der schnellen SSD lesen und muss sie nicht von der langsamen Festplatte holen. Betriebssystem und häufig benutzte Programme starten dann fast genauso schnell, wie wenn sie auf einer SSD installiert wären.

Durch die SSD wachen die Ultrabooks auch sehr schnell aus dem Ruhezustand auf: Intel fordert dafür sieben Sekunden, was aber nicht allen Geräten gelingt. Trotzdem geht das ebenso wie der Windows-Start viel schneller als bei einem normalen Notebook mit Festplatte. Durch die SSDs fühlt sich das Arbeiten am Ultrabook fast so flüssig an wie bei einem Tablet. Außerdem brauchen Sie aufgrund des Flash-Speichers ein Ultrabook nie herunterzufahren, sondern versetzen es lediglich in den Ruhezustand, in dem der Akku tage- oder sogar wochenlang durchhält, ohne aufgeladen werden zu müssen.

Geht auch: Spielen auf dem Ultrabook

Für 3D-Spiele sind Ultrabooks dagegen nicht gemacht. Zwar hat Intel bei Ivy Bridge die Grafikeinheit des Prozessors deutlich verbessert: Flüssiger Spielespaß kommt aber nur bei älteren oder grafisch wenig anspruchsvollen Spielen auf. Spielfreunde greifen daher zum Zenbook UX32VD mit der Geforce GT 620M oder zum Dell XPS 14 mit Geforce GT 630M: Zumindest in der verringerten Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten packen sie selbst einige aktuelle Spiele in ordentlicher Bildqualität – für zwischendurch reicht das vollkommen aus.

Bildschirm: Hohe Auflösung und Helligkeit sind wichtig

An den Bildschirm müssen Sie beim Ultrabook höhere Ansprüche stellen als beim einem normalen Notebook: Denn Sie wollen den mobilen Rechner unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen nutzen – zum Beispiel auch draußen im hellen Sonnenschein. Ideal dafür ist ein sehr heller und entspiegelter Bildschirm wie in den beiden Zenbooks von Asus. Deren Displays zeigen außerdem die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Dadurch wirkt das Bild extrem scharf, und Sie haben selbst auf dem kleinen 13,3-Zoll-Bildschirme viele Programmfenster, breite Tabellen oder eine lange Webseite problemlos im Blick. Höher als der Standard liegt auch die Auflösung im Dell XPS 14 (1600 x 900 Pixel) und im Apple Macbook Air 13 (1440 x 900 Pixel).