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Flickr, Picasa, Smugmug, Photoshop

10 Fotosharing-Portale im Vergleich

Stefan von Gagern ist diplomierter Medientechniker (FH) und war als Redakteur und Ressortleiter bei den Fachtiteln "Screen Busines Online" und "Page" tätig. Später lehrte er als Dozent für Medienkonzeption im Master-Studiengang "Multimedia Production" an der Fachhochschule Kiel. Heute schreibt er als freier Fachjournalist und Autor über Themen wie Publishing, Internet, Social Media und Digital Lifestyle. Parallel berät er Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Social-Media-Auftritten.
Wer gewinnt den "Website Award" in der Kategorie Fotosharing-Portale? Wir haben zehn bekannte Angebote unserem Website-Check unterzogen.

Fotos mit Freunden, Kollegen oder der ganzen Welt teilen und direkt im Webbrowser bearbeiten: Fotosharing per Web, Social Media und Smartphone ist ein beliebter Zeitvertreib. Wir testen zehn Anbieter in Sachen Site-Design, Bedienung, Funktionsumfang, Community, mobile Angebote und Performance.

Platz 10 - Splashup.com: Online-Bildbearbeiter mit Performancebremse

Der Bildeditor sieht vertraut aus, krankt aber oft an der Performance.
Der Bildeditor sieht vertraut aus, krankt aber oft an der Performance.
Foto: Stefan von Gagern

Der Wow-Effekt auf der Splashup-Startseite ist groß: eine echte Bildbearbeitung im Browserfenster? Nach der schnell erledigten Anmeldung öffnet der Anwender in einem externen Browserfenster einen Editor, der von Desktop-Vorbildern vertraut erscheint. Die Vorteile der Bildbearbeitung im Browser klingen ebenfalls gut: Der Splashup-Nutzer kann Bilder direkt von Facebook, Picasa oder Flickr öffnen, sofern die entsprechenden Konten verknüpft und freigeschaltet sind. In unserem Test benötigte Splashup jedoch in einigen Fällen mehrere Anläufe, bis die Konten miteinander verbunden waren - oder wollte wie bei Flickr zwar verbinden, zeigte aber keine Bilder an.

Der Editor lässt sich in den Vollbildmodus schalten und bietet in schwebenden Paletten sofort vertraute Werkzeuge für die Bereiche "Auswahl", "Ebenen", "Text", "Formen" und "Bildkorrekturen". Die Oberfläche wirkt wie eine abgespeckte Version von Photoshop und bringt bekannte Farbwähler, Ebeneneffekte und ein Auswahlfeld für Vorder- und Hintergrundfarbe. So weit, so überzeugend; bei den ersten Gehversuchen zeigen sich aber schnell die Grenzen auf. Nicht nur bei Bildern in etwas höherer Auflösung, Ebenen oder Effekten, kommt Splashup schnell ins Schwitzen: Schon simple Auswahlrahmen erscheinen oft erst mit Verzögerung. Da baut sich beim Anwender schnell Frust auf. Immerhin macht das Programm bei niedrig aufgelösten Smartphone-Fotos und bei den Zeichnen-Funktionen eine gute Figur.

Fazit: Splashup leistet sich bei der Bildbearbeitung spürbare Schwächen - besonders in punkto Zuverlässigkeit und Performance. Konkurrent Photoshop.com zeigt mit seinen Online-Apps deutlich besser, wie flüssige Bildbearbeitung im Browser funktionieren kann.