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10 Argumente für die Desktop-Virtualisierung

Hagen Dommershausen zeichnet für das gesamte Marketing von Dell rund um das Thema Cloud Client-Computing in Deutschland verantwortlich. Mit mehr als 21 Jahren Erfahrung in unterschiedlichen Positionen in Technologiemarketing und Produktmanagement sowie beratend im operativen und strategischen Marketing ist der Marketier und Marktkenner ein passionierter Referent im Bereich Cloud Client-Computing.

Virtualisierungs-Technologien sind in IT-Infrastrukturen fast allgegenwärtig. Stand dabei lange Zeit die Server-Virtualisierung im Fokus, gewinnt heute mit zunehmender Akzeptanz der Cloud-Technologie in Unternehmen die Desktop-Virtualisierung an Bedeutung. Anstatt vernetzter klassischer Arbeitsplatz-PCs stellen hier ans Firmennetzwerk angeschlossene Rechenzentren den Großteil der IT-Ressourcen samt Programmen und Daten bereit. Das Endgerät des Nutzers verliert so an Bedeutung, hat er doch von überall, auch mobil über Notebook, Tablet oder Smartphone, Zugriff auf seine gewohnte Desktop-Arbeitsumgebung - fast so, als säße er weiterhin am klassischen Desktop-PC im Büro.

Die größte Herausforderung für die IT-Verantwortlichen bei der Implementierung einer virtuellen Desktop-Struktur stellt die Planung des Ressourcenbedarfs dar. Dieser lässt sich bei einer Server-Virtualisierung sehr gut einschätzen und managen, da in der IT für die Messung der Server-Last verschiedene Tools vorhanden sind. Der Bedarf an Desktop-Ressourcen der Nutzer des Netzwerks ist dagegen nicht so einfach feststellbar. Denn hier spielen wesentlich mehr Faktoren eine Rolle. Für die optimale Zuteilung der IT-Ressourcen müssen für die einzelnen Mitarbeiter zunächst Anwenderprofile hinsichtlich des Hard- und Softwarebedarfs ermittelt werden. Nutzer mit einem vergleichbaren Profil lassen sich zu Gruppen zusammenfassen, denen dann die passende Standardarbeitsumgebung zugewiesen werden kann.

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Statistik: Anteil von Unternehmen in Deutschland mit Einsatz von Computern in ausgewählten Wirtschaftszweigen im Jahr 2014 | Statista

Die Möglichkeit der optimalen Ressourcenzuweisung in einer virtuellen Desktop-Umgebung steht für Flexibilität, Kostenersparnis und Erhöhung der Produktivität. Im Wesentlichen sprechen zehn Argumente für die Desktop-Virtualisierung:

1. IT-Investitionskosten werden überschau- und planbarer

An vorderer Stelle der Vorteile einer virtuellen Desktop-Struktur steht für Unternehmen fast immer der Kostenfaktor. Mittel- und langfristig sinken bei virtuellen Desktops unter anderem Hardware-, Strom- und Administrationskosten, da im Rechenzentrum nur die Ressourcen bereitgestellt und bezahlt werden müssen, die tatsächlich gebraucht werden.

Zunächst sind mit der Umstellung allerdings Investitionen verbunden. Wie hoch diese in der Praxis ausfallen, lässt sich nicht verallgemeinern, variiert von Unternehmen zu Unternehmen und hängt von der bisherigen IT-Infrastruktur ab. Erster Schritt der Planung ist daher eine Analyse der vorhandenen IT-Technik: Welche Server-Struktur und welche Client-Rechentechnik gibt es im Unternehmen? Dann muss ermittelt werden, welche Software für welchen Arbeitsplatz benötigt wird, um daraus letztendlich die vom Rechenzentrum benötigten Ressourcen zu berechnen, beispielsweise Speicherkapazitäten und Bandbreiten im Netzwerk.

Im weiteren Verlauf der Planung lässt sich zum Beispiel feststellen, welche der vorhandenen Komponenten der IT-Infrastruktur sich für die geplante Desktop-Virtualisierung weiterhin nutzen lassen. Immerhin ist es möglich, zunächst vorhanden Desktop-PCs als Virtualisierungs-Clients zu nutzen. Man muss also nicht unbedingt sofort alle Arbeitsplatz-PCs gegen preisgünstigere sogenannte Thin Clients tauschen und kann damit in der Start- oder Investitionsphase einiges sparen.

An die Hardware der Endgeräte werden beim Einsatz einer virtuellen Desktop-Struktur nur sehr geringe Anforderungen gestellt. Thin Clients wie etwa der Dell Wyse Xenith Pro 2 Zero Client sind dafür die richtige Wahl. Aber auch die vorhandenen Desktop-PCs lassen sich weiter nutzen und senken so die Investitionskosten.
An die Hardware der Endgeräte werden beim Einsatz einer virtuellen Desktop-Struktur nur sehr geringe Anforderungen gestellt. Thin Clients wie etwa der Dell Wyse Xenith Pro 2 Zero Client sind dafür die richtige Wahl. Aber auch die vorhandenen Desktop-PCs lassen sich weiter nutzen und senken so die Investitionskosten.
Foto: Dell

2. Die Arbeitsplätze werden flexibel

Da bei der Desktop-Virtualisierung nicht mehr der PC im Büro, sondern das Rechenzentrum über das Netzwerk des Unternehmens die IT-Ressourcen bereitstellt, werden die Arbeitsplätze flexibel. Das schlägt sich in einer erhöhten Produktivität nieder.

Mitarbeiter können quasi an jedem beliebigen Ort weltweit ihre Arbeit erledigen - zu Hause im Home Office, unterwegs etwa während einer Zugfahrt zu einem Kunden, im Hotel oder auch an jedem beliebigen Arbeitsplatz im Unternehmen. Diese Mobilität setzt lediglich voraus, dass der Zugriff auf die Daten und auf die benötigten Anwendungen sicher und zuverlässig rund um die Uhr erfolgen kann.

3. Private Endgeräte lassen sich einfach integrieren

Eine virtuelle Desktop-Struktur trägt dem Trend "Bring Your Own Device (BYOD)" Rechnung. Immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen wollen für die Arbeit ihre eigenen IT-Geräte nutzen und mit dem Firmennetzwerk verbinden. Moderne Firmen akzeptieren diesen Trend, denn beide Seiten - Unternehmen und Mitarbeiter - profitieren davon: Für den Mitarbeiter ist die Arbeit mit seinem gewohnten Notebook, Tablet-PC oder Smartphone im Vergleich mit der IT-Technik der Firma meist angenehmer. Unternehmen profitieren vor allem von zufriedeneren Mitarbeitern und einer höheren Produktivität.

Die Nutzung privater IT-Geräte im Firmennetz wirft natürlich einige Fragen auf, etwa die des Virenschutzes und der Einhaltung bestimmter (Daten-)Sicherheitsanforderungen. Mit der Desktop-Virtualisierung ist jedoch problemlos eine Trennung von privaten und geschäftlichen Daten möglich. Denn sie lässt es gar nicht erst zu, dass irgendwelche Daten auf den Endgeräten gespeichert werden. Sämtliche Anwenderprogramme, alle Daten - darunter auch die Daten des Desktops - stehen dem Endgerät lediglich in virtualisierter Form zur Verfügung. Falls dennoch ein privates Gerät mit einer Schadsoftware infiziert ist, kann die Desktop-Virtualisierung die Ressourcen der Unternehmens-IT effektiv schützen.

Problemlos und ohne Sicherheitsbedenken lassen sich auch private Endgeräte in einer virtuellen Desktop-Umgebung verwenden.
Problemlos und ohne Sicherheitsbedenken lassen sich auch private Endgeräte in einer virtuellen Desktop-Umgebung verwenden.
Foto: Dell

4. Die Compliance wird einfacher kontrollierbar

Es gibt viele Gesetze, Vorschriften und Richtlinien, die beim Umgang mit Daten im Unternehmensnetzwerk zu beachten sind. Bei herkömmlichen PC-Netzwerken ist es allerdings sehr umständlich, ständig alle Daten eines jeden Endgeräts im Netzwerk auf die Einhaltung der sogenannten Compliance zu überprüfen. Auch hier bewährt sich die Desktop-Virtualisierung. Denn bei ihr lassen sich die geforderten Compliance-Strategien zentral im Rechenzentrum implementieren und kontrollieren. Es kann genau festgelegt werden, welche Endgeräte worauf zugreifen, welche Ressourcen genutzt und welche Aktionen durchgeführt werden dürfen. Zudem lassen sich einzelnen Nutzergruppen sehr einfach besondere Vorschriften und Regeln zuweisen.

5. Die Sicherheit sensibler Daten ist gewährleistet

Dass bei einer virtuellen Desktop-Umgebung alle Daten generell zentral im Rechenzentrum gesichert werden, verbessert den Datenschutz erheblich. Die unkontrollierbare Speicherung auf Endgeräten oder externen Speichermedien ist nicht möglich. Vielmehr gibt es genaue, über Richtlinien definierte Speicherorte. Ob Daten gedruckt werden dürfen und wenn ja, an welchen Drucker sie geschickt werden, kann der Administrator per Richtlinie genau festlegen.

6. Sicherheitsregeln werden automatisch durchgesetzt

In jedem Unternehmensnetz gelten bestimmte Sicherheitsrichtlinien und -regelungen. Allerdings ist deren Einhaltung in herkömmlichen Netzwerken schwer durchsetzbar. Ob Nutzer nicht doch etwa Daten unerlaubt extern speichern, unerwünschte Software installieren oder Tablet-PCs trotz Verbot ins Netz einschmuggeln, lässt sich nur mit hohem Aufwand kontrollieren und verhindern.

In virtuellen Desktop-Strukturen sind solche Verstöße dagegen ausgeschlossen. Denn die Arbeitsumgebung und der Umgang mit Daten sind vom System fest vorgegeben. Was daneben auf dem Endgerät passiert, hat nahezu keinen Einfluss auf die übrige IT-Infrastruktur des Unternehmens. Die Sicherheitsregeln werden zentral implementiert und danach quasi automatisch umgesetzt.

7. Sicherheitsrichtlinien lassen sich sehr schnell anpassen

Es kommt durchaus vor, dass Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien ändern. Müsste die IT-Abteilung dann alle betroffenen Arbeitsplatz-PCs separat entsprechend anpassen, ist das sehr zeit- und arbeitsintensiv. Und die Mitarbeiter wären erst nach und nach in der Lage, mit ihren PCs wieder korrekt zu arbeiten.

Auch in solchen Fällen bieten virtuelle Desktop-Strukturen wesentliche Vorteile. Geänderte Sicherheitsrichtlinien sind im zentralen Rechenzentrum in Handumdrehen installiert und die betroffenen Anwendergruppen konfiguriert. Das gilt auch für die Verwaltung externer Mitarbeiter oder Arbeitsgruppen.

Ändern sich die Sicherheitsrichtlinien, lässt sich das in Handumdrehen für alle Endgeräte zentral erledigen.
Ändern sich die Sicherheitsrichtlinien, lässt sich das in Handumdrehen für alle Endgeräte zentral erledigen.
Foto: Dell

8. Virtuelle Images schützen gegen Schadprogramme

IT-Strukturen mit einer virtuellen Desktop-Technologie sind gegenüber herkömmlichen Netzwerken im Vorteil, sollte trotz aller Sicherheitsvorkehrungen ein Schadprogramms den Weg ins System finden. Denn bei der Virtualisierung lassen sich Daten und Programme je nach festgelegten Richtlinien nur von bestimmten Anwendern nutzen. Im Vergleich zu herkömmlichen IT-Strukturen bedeutet das, dass es für unautorisierte Nutzer keinen Weg gibt, an diese Daten heranzukommen. Das gilt auch für Schadprogramme, die von solchen Nutzern ausgehen könnten.

Im nächsten Schritt nach einer möglichen Infizierung würde das Virtualisierungssystem das Image in den Ausgangszustand zurücksetzen, also in einen nichtinfizierten Zustand. Zudem ist das IT-Personal in der Lage, bei Angriffen betroffene Nutzer im System kurzerhand vom Netz zu trennen.

Virtuelle Desktop-Umgebungen lassen das komfortable arbeiten mit den unterschiedlichsten Endgeräten zu, ohne sich dabei um die Sicherheit der Daten und Anwendungen Sorgen mache zu müssen. Die Administration und die Überwachung der Compliance wird für das IT-Personal enorm vereinfacht.
Virtuelle Desktop-Umgebungen lassen das komfortable arbeiten mit den unterschiedlichsten Endgeräten zu, ohne sich dabei um die Sicherheit der Daten und Anwendungen Sorgen mache zu müssen. Die Administration und die Überwachung der Compliance wird für das IT-Personal enorm vereinfacht.
Foto: Dell

9. Ausfallschutz ist integriert

Um Unterbrechungen des geschäftlichen Alltags wegen IT-Störungen auszuschließen, halten die auf Desktop-Virtualisierung spezialisierten Rechenzentren passende Sicherheitskonzepte bereit. So kann beispielsweise eine Strategie gewählt werden, bei der zwei voneinander unabhängige IT-Strukturen die gesamte virtuelle Desktop-Infrastruktur bilden. Im Falle einer Störung übernimmt - für den Anwender kaum spürbar - das andere Rechenzentrum sämtliche geschäftlichen Abläufe des Unternehmens. Das Unternehmen erleidet damit keine Nachteile, etwa Produktionsausfall oder verärgerte Kunden. Ein weiterer Vorteil besteht vor allem für das IT-Personal darin, dass die aufgetretene Störung ohne Zeitdruck beseitigt werden kann.

10. Externe Partner lassen sich einfach einbinden

Um Arbeits- und Auftragsspitzen aufzufangen, beschäftigen viele Unternehmen externe Fachkräfte oder Firmen auf Zeit. Diese werden dann wie festangestellte Mitarbeiter in das entsprechende Projekt und die Unternehmens-IT eingebunden. Gehört dazu auch der Zugriff auf relevante Daten und spezielle Anwendersoftware, ist dabei besondere Sorgfalt nötig. Auch muss die IT-Abteilung Beginn und Ende der Zugangsberechtigungen sicher und innerhalb kürzester Zeit realisieren. Zudem kommt es häufig vor, dass extern Beschäftigte ihre eigenen IT-Geräte nutzen möchten.

All diese Anforderungen lassen sich mit einer virtuellen Desktop-Struktur durch die zentrale Administration perfekt lösen. So kann beispielsweise eine Gruppe für genau dieses Projekt mit allen notwendigen Rechten und Sicherheitsrichtlinien eingerichtet werden. Nach Abschluss des Projekts lassen sich dann sofort alle Richtlinien deaktivieren. Zugleich besteht keine Gefahr, dass auf den verwendeten Endgeräten Daten oder Programme aus diesem Projekt verbleiben.

Externe Mitarbeiter mit beliebigen Endgeräten lassen sich für einzelne Projekte schnell in eine virtuelle Desktop-Struktur integrieren und genauso schnell auch wieder daraus entfernen.
Externe Mitarbeiter mit beliebigen Endgeräten lassen sich für einzelne Projekte schnell in eine virtuelle Desktop-Struktur integrieren und genauso schnell auch wieder daraus entfernen.
Foto: Dell

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