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Arbeitsmarkt

SAP-Berater: Trend zur Festanstellung

07.03.2007
Autor(en): Hans Koeniges , hkoeniges@computerwoche.de.
Viele SAP-Experten, die sich unfreiwillig selbständig gemacht haben, hoffen nun wieder auf einen festen Arbeitsplatz.

Marktdaten der Apentia Consulting Group, einer auf SAP-Software-Experten spezialisierten Personalberatung, zeigen, dass rund 70 Prozent der SAP-Experten eine feste Anstellung haben und etwa 30 Prozent als Freiberufler tätig sind. Ein Jahr davor waren es noch zehn Prozent weniger Festangestellte, wie die statistische Auswertung von 6000 Berufsprofilen zeigt.

Michael Allimadi, Apentia-Geschäftsführer in Deutschland, beobachtet, dass SAP-Profis, die sich in den letzten Jahren teilweise unfreiwillig selbständig machen mussten, nun angesichts der anziehenden Konjunktur wieder einen festen Job suchen und auch finden. Dabei handle es sich vor allem um solche Freelancer, die es nicht geschafft haben, sich ein gutes Netzwerke aufzubauen, und denen Akquisition und Projektarbeit zu anstrengend wurden.

Lage für Umsteiger bleibt schwierig

Michael Allimadi, Apentia:
Michael Allimadi, Apentia: "Projektleiter im SAP-Umfeld können mit einem Jahresgehalt von 80.000 Euro rechnen."

Laut Apentia-Auswertung bevorzugen die Arbeitgeber Experten mit ein paar Jahren Berufserfahrung, aber auch die Chancen der Einsteiger hätten sich in den vergangenen Monaten "deutlich" verbessert, so Allimadi. Die besten Aussichten hätten ausgebildete Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftsingenieure, Betriebswirte und Informatiker. Schwierig bleibt es für Umsteiger, wobei der Apentia-Manager aber beobachtet, dass auch diesen eine Festanstellung winke, wenn sie sich gehaltlich als Junior-Berater einstufen ließen. Deren Jahreseinkommen lägen bei 35.000 bis 40.000 Euro. Mit einigen Jahren SAP-Erfahrung könne man sich dann auf 45.000 bis 55.000 Euro im Jahr verbessern. Der Senior nimmt schon zwischen 55.000 und 70.000 Euro nach Hause, und die Projektleiter dürfen sich auf 80.000 Euro Jahresgehalt freuen.

Die Apentia-Zahlen ergaben weiter, dass IT-Beratungshäuser die meisten SAP-Experten suchen. Unter den großen IT-Anwenderbranchen haben die Chemieindustrie, der Handel, der Maschinenbau, die Automobilbauer und deren Zulieferer sowie die Finanzdienstleister den stärksten Bedarf. Allimadi erinnert an den Vorteil, in einem Beratungshaus zu arbeiten: "Dadurch hat der Consultant die Chance, gleich mehrere Industriezweige kennen zu lernen, je nachdem, wo das Projekt läuft, was ein Pluspunkt für die weitere Karriereentwicklung sein kann."

Die Apentia-Statistiken zeigen, dass die meisten SAP-Profis im Rhein-Main-Neckar-Raum und im Rheinland beschäftigt sind. Weitere gute Standort sind München, Stuttgart und Hamburg inklusive seines großen Einzugsgebietes. Interessant ist eine andere Sichtweise auf die regionale Verteilung, und zwar auf den Wohnort der SAP-Experten. Hier belegt München eindeutig den ersten Platz. Für Allimadi ist dies Beleg für die Mobilität der Computerfachleute, vielleicht aber auch für die Bereitschaft, für Lebensqualität einige Opfer zu bringen.


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